München (kle/dpa) - Dass es Fußball-Trainer schon mal vor Wut vom Sitz reißt, ist nicht neu. Wenn sich der Übungsleiter und sein Assistent jedoch nicht nur sprichwörtlich in die Haare kriegen, sondern in der Kabine die Fäuste fliegen, ist das doch außergewöhnlich.

So geschehen zwischen Huub Stevens und Eddy Achterberg, die den österreichischen Bundesliga-Verein Red Bull Salzburg unter ihrer Fittiche haben. Laut Berichten der Zeitung "Österreich" und der "Bild" kam es bei einem Spiel im türkischen Trainingslager zum Eklat. Schon während der Testpartie gegen die Grashopper Zürich entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung zwischen den beiden. In der Kabine flogen dann angeblich die Fäuste und es soll sogar Blut geflossen sein. Anschließend schickte der Übungsleiter seinen Assistenten nach Hause.

Der Klub dementierte Handgreiflichkeiten, von einer Schlägerei in der Kabine könne keine Rede sein. "Das war eine interne Meinungsverschiedenheit, wo es etwas lauter geworden ist. Das kommt immer wieder vor. Eddy hat außerdem genügend andere Sachen für uns zu erledigen - Spiele und Teams beobachten und anderes", wird Stevens zitiert.

Auch Achterberg wollte die Situation nicht überbewerten. "Wir sind Freunde, in guten wie in schlechten Tagen", sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Der 63-Jährige arbeitet seit langem als Assistent von Stevens und hatte ihm auch in dessen Zeit beim FC Schalke 04 zur Seite gestanden.

Es gibt nun allerdings Gerüchte, wonach Stevens, 57 Jahre alt und ehemaliger Trainer von Schalke, Hertha, Köln und dem HSV nun um seinen Posten fürchten muss. Doch ist "fürchten" wirklich das richtige Wort? Angeblich soll der ehemalige Bundesliga-Trainer bereits mit dem VfL Wolfsburg verhandeln.