Spanien hat die Gruppe B nur gewonnen, weil Iago Aspas gegen Marokko kurz vor Schluss zum Ausgleich getroffen hat. Nun erhebt der marokkanische Trainer Hervé Renard Vorwürfe gegen den Schiedsrichter.

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Marokkos Trainer Hervé Renard hat sich nach dem 2:2 (1:1) gegen Spanien über einen Blackout des Schiedsrichters vor dem späten Ausgleich des Ex-Weltmeisters durch Iago Aspas beklagt.

"Die große Frage lautet: Darf man einen Eckball von der gegenüberliegenden Seite, wo der Ball ins Aus gegangen ist, ausführen? Wenn nicht, dann ist es ein großer Schiedsrichterfehler gewesen", sagte Renard.

Eckball auf der falschen Seite ausgeführt

Vor dem Treffer von Aspas in der Nachspielzeit, der zunächst wegen vermeintlicher Abseitsstellung des Schützen nicht gegeben und erst nach Videobeweis anerkannt wurde, war der Ball auf der linken Angriffsseite der Spanier ins Toraus gegangen.

Die anschließende Ecke führten die Iberer aber auf der rechten Seite aus. Dies war regelwidrig.

Kein Protest von Marokko möglich

Da es sich um eine Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Ravshan Irmatov aus Usbekistan handelt, kann Marokko jedoch keinen Protest gegen die Spielwertung einlegen.

Renard hatte nach der Partie am Montagabend in Kaliningrad den Kontakt zum Referee gesucht, dabei aber keinen Erfolg. "Ich bin nach dem Spiel zur Schiedsrichterkabine gegangen. Aber die Tür blieb zu", sagte Renard.

Spanien zieht durch den späten Ausgleich als Erster der Gruppe B ins Achtelfinale ein, ohne das Tor wären die Iberer hinter Portugal auf Rang zwei gelandet.

Für Spanien geht es nun gegen Gastgeber Russland, für Portugal gegen Uruguay. (cai/dpa)

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Teaserbild: © David Josek/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++