Zwei Ex-Bundesliga-Stars haben die Schweiz zum Sieg gegen Serbien geführt. Früh war die Nati in Rückstand geraten, doch die Mannschaft von Vladimir Petkovic steigerte sich mit zunehmender Spieldauer. Die Schweizer können nun aus eigener Kraft den Einzug ins Achtelfinale schaffen, für die Serben kommt es zum Showdown gegen die Brasilianer um Neymar.

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Die Schweiz hat Serbien den vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale verdorben. Nach dem 2:1 (0:1)-Erfolg (das Spiel in der Ticker-Nachlese) in Kaliningrad am Freitag gegen die Weißen Adler haben die Eidgenossen dagegen ihre Chancen auf ein Weiterkommen gewahrt.

Nach dem 1:1 gegen Brasilien zum Auftakt bescherten Xherdan Shaqiri (90.) und Granit Xhaka (52.) den Schweizern vor 33 167 Zuschauern in der Schlussphase den ersten Sieg bei der WM in Russland. Aleksandar Mitrovic (5.) traf für die Serben.

Es ist noch alles offen

Im abschließenden Gruppenspiel gegen Costa Rica kann das Team von Vladimir Petkovic die Qualifikation für die K.o.-Runde aus eigener Kraft schaffen.

Die Serben könnten zum Abschluss mit einem Erfolg gegen Brasilien (4 Punkte) sogar den Rekord-Weltmeister nach Hause schicken.

Petkovic setzt auf Erfahrung

Im kleinsten WM-Stadion setzte Nati-Trainer Vladimir Petkovic wieder auf große Erfahrung und schickte seine mit neun aktuellen oder ehemaligen Bundesligaspielern erprobte Startelf aus dem Brasilien-Spiel ins Rennen.

Auch Routinier Valon Behrami, der beim 1:1 gegen Rekordweltmeister Brasilien wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden musste, stand wieder zur Verfügung. Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner kam zu seinem 102. Länderspieleinsatz und ist nun Rekordspieler der Schweiz.

WM-Debüt für Brych

Das wegen der albanischen Wurzeln einiger Schweizer Spieler politisch brisante Duell zwischen den Eidgenossen und Serben hatte in Felix Brych einen aufmerksamen und umsichtigen Schiedsrichter. Für den Münchner war es die erste Partie bei dieser WM.

Für die Serben, die auch vom russischen Publikum unterstützt wurden, war es fast ein Heimspiel. Die Schweizer Spieler wurden bei Ballbesitz lautstark ausgepfiffen.

Mitrovic köpft zur frühen Führung ein

Nach dem 1:0-Erfolg gegen Costa Rica kam die Elf von Trainer Krstajic auch im zweiten Spiel zum Führungstreffer - diesmal wesentlich schneller.

Ein Kopfball von Mitrovic nach Flanke von Dusan Tadic brachte das 1:0, kurz zuvor hatte der Schweizer Torhüter Yann Sommer schon einen Kopfball von Mitrovic parieren können.

Offensiver Beginn

Serbiens Coach setzte gegen die robusten und zweikampfstarken Schweizer von Beginn an auf Offensive und brachte HSV-Profi Filip Kostic in der Startelf.

Kostic links und Dusan Tadic rechts sorgten immer wieder für Gefahr über die Außenpositionen. Die Schweizer kamen erst spät ins Spiel und hatten durch Blerim Dzemaili (10./30.) zwei Torgelegenheiten.

Ex-Bundesliga-Profis treffen

Die verstärkten Angriffsbemühungen der Schweizer nutzte der ehemalige Gladbach-Profi Xhaka mit einem sehenswerten Distanzschuss zum Ausgleich. Kurz darauf hatte Xherdan Shaqiri (59.) Pech mit einem Schuss ans Lattenkreuz.

In der abwechslungsreichen Partie hatten am Ende die Schweizer die größeren Möglichkeiten zum Sieg: Mario Gavranovic und Steven Zuber vergaben jeweils den möglichen Siegtreffer. Der gelang Ex-Bundesligaprofi Shaqiri nach einem Konter. (sg/dpa)

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