Dieser Test ging in die Hose: Jogi Löws B-Elf verliert gegen Brasilien mit 0:1. WM-Hoffnungsträger wie Leroy Sané oder Ilkay Gündogan konnten nicht überzeugen. Einer ist deswegen nach dem Spiel stinksauer: Toni Kroos.

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Die Mission Titelverteidigung steht bei Bundestrainer Jogi Löw und der deutschen Nationalmannschaft in diesem WM-Jahr über allem. Das Testspiel gegen Brasilien zeigt jedoch, dass noch einiges zu tun ist, bis es am 14. Juni in Russland los geht.

Nach der Partie war Löw im ZDF alles andere als zufrieden: "Jeder einzelne kann besser spielen", monierte der Bundestrainer. "Wir haben viele leichte Fehler gemacht, sind nicht in die Gänge gekommen. Das hat mich geärgert. Das Umschalten nach Ballgewinn, der Zug zum Tor hat mir gefehlt. Und vor allem die Körpersprache in der ersten Halbzeit."

Toni Kroos nach Partie stinksauer

An der Körpersprache einiger Akteure störte sich auch Weltmeister Toni Kroos, der nach der Partie sichtlich angefressen war. "Wenn man die Möglichkeit hat in so einem Spiel, dann kann man hier und da schon eine andere Körpersprache erwarten", erklärte der Star von Real Madrid.

Toni Kroos kritisch: "Das ärgert mich"

Toni Kroos ärgert sich nach der Niederlage gegen Brasilien über seine Mitspieler. © DAZN

Mit Leon Goretzka, Marvin Plattenhardt und Leroy Sané hatte Löw mehrere Spieler aus der zweiten Reihe gebracht. Der Bundestrainer hatte bewusst auf frischen Wind gesetzt. Verschiedene Spieler bekamen noch einmal die Möglichkeit vorzuspielen, bevor Löw am 15. Mai den vorläufigen WM-Kader bekannt gibt. Gegen Brasilien offenbarte sich jedoch ein ordentlich Niveauunterschied zu erfahrenen Topspielern wie Thomas Müller oder Mesut Özil.

Im ZDF kritisierte Kroos: "Einige hatten die Chance, sich zu zeigen, aber das haben sie nicht getan. Ist gut zu sehen, dass noch einiges fehlt. Wir haben noch eine Menge Luft nach oben."

Kroos: Sind nicht der absolute WM-Favorit

Doch nicht nur die Zweite-Reihe-Spieler bekamen von Kroos ihr Fett ab. Er holte im ZDF zum großen Rundumschlag aus: "Mannschaftlich überwiegt klar das Negative. Wir haben gesehen, dass wir nicht so gut sind, wie es uns manchmal eingeredet wird oder auch einige bei uns denken."

Denjenigen, die bislang dachten, die Titelverteidigung wäre ein Selbstläufer oder zumindest in definitiver Reichweite, erteilte Kroos einen klaren Dämpfer:

"Es ist eigentlich völlig wurscht, wo wir stehen", betonte er. "Aber es ist definitiv nicht so, dass wir dieser absolute Favorit sind, der nach Russland fährt. Aber das war vorher Quatsch, das ist jetzt Quatsch. Jetzt sehen es vielleicht ein paar mehr so."

Sorgen muss man sich aber dennoch nicht machen, findet Mario Gomez: "Wenn wir mit unserer ersten Elf spielen, können wir Brasilien absolut schlagen". (ska/dpa)

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