Geglückter WM-Auftakt für Uruguay: Die Südamerikaner haben einen Last-Minute-Erfolg gegen Ägypten gefeiert. José Maria Giménez erzielte in der 90. Minute das Tor des Tages für die Celeste.

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Mit einem hart erkämpften 1:0 (0:0)-Auftaktsieg gegen Ägypten ist Uruguay in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet.

José Maria Giménez traf in der 89. Minute zum Sieg für die Südamerikaner. Der zweimalige Weltmeister tat sich zuvor vor 27.015 Zuschauern in Jekaterinburg lange schwer gegen die zweikampfstarken "Pharaonen", bei denen Superstar Mohamed Salah nach seiner Schulterverletzung aus dem Champions-League-Finale nur auf der Bank blieb.

Zwar hatten die Südamerikaner die deutlich besseren Chancen, vor allem Angreifer Luis Suárez vom FC Barcelona scheiterte drei Mal knapp. Aber Ägypten hielt lange stark dagegen.

Mo Salah sitzt 90 Minuten lang auf der Bank

Ausgerechnet an seinem Geburtstag musste Afrikas Fußballer des Jahres auf seine WM-Premiere verzichten. Die Schulterverletzung von Salah ließ einen Einsatz von Beginn an noch nicht zu.

Und ohne ihren großen Star blieb das Offensivspiel der Nordafrikaner weitgehend glanzlos. In der Defensive stand der Außenseiter aber recht stabil. Nun hoffen die Ägypter, dass ihr bester Spieler am Dienstag gegen Gastgeber Russland zu seinem WM-Einstand kommt.

Der zweimalige Weltmeister aus Südamerika, der erst zum zweiten Mal in der Geschichte auf eine Mannschaft Ägyptens traf, setzte auf die junge Mittelfeldreihe um Rodrigo Bentancur von Juventus Turin.

Für Rekordspieler Maxi Pereira kam der ehemalige Profi von Eintracht Frankfurt, Guillermo Varela, als Rechtsverteidiger zum Einsatz.

Der Rekord-Afrikameister blieb ohne Salah in der Offensive blass und setzte im Tor nicht auf Stammkeeper Essam El-Hadari, der mit 45 Jahren ältester WM-Spieler werden könnte, sondern auf Mohamed El-Schenawi, der erst sein viertes Länderspiel bestritt und eine gute Leistung zeigte.

Suarez und Cavani vergeben viele gute Chancen

Die Südamerikaner lebten in der Offensive von ihren beiden Stürmern Suarez und Edson Cavani. Alle gefährlichen Aktionen Uruguays liefen über die beiden Routiniers.

Die besten Chancen vergab Suarez nach einem Eckball in der 24. Minute, als er nur das Außennetz traf und direkt nach der Pause, als er El-Schenawi anschoss. Insgesamt fehlte dem Team allerdings gegen die auf Torsicherung bedachten Ägypter Tempo und Kreativität.

Den Afrikanern boten sich bei Kontern durchaus Gelegenheiten, doch ohne Salah fehlte dem Team von Hector Cuper die Torgefährlichkeit. Bei Uruguay sollten die beiden eingewechselten Routiniers Carlos Sanchez und Cristian Rodriguez für neuen Schwung sorgen, doch die wenigen Chancen, die sich den Südamerikanern gegen die vielbeinige Abwehr der Ägypter boten, konnten Suarez, der in der 73. Minute erneut aussichtsreich scheiterte, und Co nicht nutzen.

Cavani scheiterte kurz vor Schluss mit einem Freistoß am Pfosten, Gimenez traf danach per Kopf zum Sieg. (tfr/dpa)

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