• Die Verbraucherzentrale hat die Fifa wegen Greenwashing abgemahnt.
  • Aussagen wie "vollständig klimaneutrales Turnier" sind demnach irreführend

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat den Weltfußballverband Fifa wegen irreführender Werbeaussagen zur Weltmeisterschaft in Katar abgemahnt: Aussagen wie "vollständig klimaneutrales Turnier" oder "emissionsarme Transportmittel" seien Verbrauchertäuschung, kritisierte vzbv-Chefin Ramona Pop am Freitag. "Das Greenwashing der FIFA verdient die Rote Karte." Der vzbv forderte den Verband auf, mehrere irreführende Werbeaussagen auf seiner Website zu unterlassen.

Die Fifa versuche, eine Großveranstaltung in der Wüste als Klima-Vorzeigeprojekt zu verkaufen. Das sei Greenwashing. "Es ist aus unserer Sicht unmöglich, eine vollständig klimaneutrale WM auszurichten", sagte Pop. Aussagen wie "energieeffiziente Stadien" oder "nachhaltige Abfallbehandlung" seien nicht hinreichend belegt. Die Aussage, unvermeidbare Emissionen würden kompensiert, sei "faktisch gar nicht zu leisten", weder transparent noch überprüfbar.

Der vzbv kritisierte zudem, dass die umweltbezogenen Aussagen in deutscher Sprache formuliert seien, weiterführende Informationen dazu aber nur in englischer oder arabischer Sprache. Damit könne die Fifa ihr Verkaufsversprechen nicht belegen, was einer Irreführung durch Unterlassung gleichkomme. (afp/ari)

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Doch kein Bier: Zapfhahn an den WM-Stadien bleibt zu

Auf Druck des Gastgebers Katar wird an den acht Stadien bei der Fußball-Weltmeisterschaft nun doch kein alkoholisches Bier ausgeschenkt. Das gab der Weltverband Fifa zwei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel bekannt.




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