Der italienische Fußballverband zieht seine Konsequenzen aus der verpassten WM-Qualifikation und trennt sich von Trainer Gian Piero Ventura.

Nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation hat der italienische Fußballverband Gian Piero Ventura als Trainer der Nationalmannschaft beurlaubt.

Ancelotti als Nachfolger für die Squadra Azzura?

Diese Entscheidung habe Verbands-Präsident Carlo Tavecchio am Mittwoch bei einem Krisentreffen bekanntgegeben, hieß es in einer Mitteilung.

Dass Ventura nicht direkt nach dem Playoff-Rückspiel gegen Schweden am Montag, bei dem Italien erstmals seit 60 Jahren die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verpasste, zurückgetreten war, hatte Kritik und Unverständnis hervorgerufen.

Als Nachfolger für Ventura werden unter anderem Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti und der frühere Nationaltrainer Antonio Conte als mögliche Kandidaten gehandelt.

Ventura geht, Tavecchio bleibt

Der angeschlagene Präsident des italienischen Fußball-Verbands, Carlo Tavecchio, will selbst offenbar trotz des Qualifikations-Debakels im Amt bleiben.

"Carlo Tavecchio hat uns mitgeteilt, dass er nicht vorhat, von der FIGC-Präsidentschaft zurückzutreten", sagte der Präsident der italienischen Spielervereinigung AIC, Damiano Tommasi, laut "Gazzetta dello Sport" und Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch.

Tommasi hatte die Krisensitzung des Verbands demnach vorzeitig verlassen. Rücktrittsforderungen waren an Tavecchio bereits vor dem niederschmetternden Ergebnis im Playoff-Rückspiel gegen Schweden am Montag laut geworden für den nun eingetretenen Fall, dass Italien bei der WM in Russland 2018 fehlen wird.

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© dpa