Wilson Kipsang hat den 40. Berlin-Marathon gewonnen und mit 2:03:23 Stunden einen neuen Weltrekord aufgestellt. Trotzdem war der Kenianer nicht als Erstes an der Ziellinie: Vor ihm zerriss ein Zuschauer das Band und zerstörte damit wohl einen der wichtigsten Momente im Leben des Athleten. Der Flitzer war zuvor schon bei einem Fußball-Spiel aufgefallen.

Seine Konkurrenten beim Berlin-Marathon hatte Wilson Kipsang längst abgehängt, als er sich dem Zieleinlauf näherte. Doch dort wartete auf ihn eine Überraschung: Ein Zuschauer sprang vor ihm in einem grellgelben T-Shirt auf die Strecke und jagte damit wohl vor allem den Organisatoren einen Schreck ein. Erst nach dem Überqueren der Ziellinie konnten Ordner den Mann ergreifen.

"Wir haben ihn der Polizei übergeben und ihm Hausverbot erteilt", sagte Renndirektor Mark Milde laut der Zeitung "Die Welt". Schon am vergangenen Wochenende hatte der Mann Bekanntschaft mit einem Sicherheitsdienst gemacht, als er beim Bundesliga-Spiel Hannover gegen Augsburg auf den Rasen lief.

Der Flitzer trug laut "Die Welt" eine Startnummer, die für eine Läuferin aus Niedersachsen ausgestellt worden war. Zwischenzeiten wurde für diese Nummer nicht registriert. Offenbar wollte der Störer mit der Aufschrift auf seinem T-Shirt für eine Internetseite mit erotischen Inhalten werben.

Kipsang nahm die Störung später gelassen: "Ich habe mich erst etwas gewundert. Aber so haben wir das Rennen dann eben gemeinsam beendet." (com)