Leichtathletik EM 2018 in Berlin: Die deutschen Medaillengewinner

Keine andere Nation sammelte bei den Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion mehr Edelmetall als Deutschland. Diese Athletinnen und Athleten durften sich über insgesamt 19 Medaillen freuen.

Nach WM-Silber im vergangenen Jahr holte Carolin Schäfer in Berlin auch ihre erste Medaille bei Europameisterschaften. Im Siebenkampf gewann die 26-Jährige Bronze.
Zürich 2014, Amsterdam 2016, Berlin 2018: Für Diskuswerferin Shanice Craft endeten die letzten drei Europameisterschaften alle mit dem gleichen Ergebnis: der Bronzemedaille.
Doppel-Weltmeister und Dreifach-Europameister David Storl galt als sicherer Kandidat für Edelmetall beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Am Ende musste sich der 28-jährige Kugelstoßer mit Bronze zufrieden geben.
Marie-Laurence Jungfleisch überwand im Berliner Olympiastadion 1,96 Meter und holte sich mit Bronze ihre erste Hochsprung-Medaille bei internationalen Titelkämpfen.
Mächtig Grund zur Freude hatten die deutschen Hürdensprinterinnen. Neben Cindy Roleder, die über Bronze jubeln durfte, ...
... konnte auch Pamela Dutkiewicz überzeugen. Sie raste über die 100 Meter zu Silber und verpasste den Titel nur um fünf Hundertstelsekunden.
Ihren Titel von Amsterdam 2016 konnte Christina Schwanitz nicht verteidigen. Aber auch mit Silber war die 32 Jahre alte Kugelstoßerin zufrieden.
Mit einem bärenstarken Satz auf 8,13 Meter machte der 24-jährige Fabian Heinle zum ersten Mal auf internationalem Parkett auf sich aufmerksam. Es reichte für Rang zwei für den Weitspringer.
Generell war die Sandgrube im Olympiastadion ein gutes Pflaster für die DLV-Athleten. Dreispringerin Kristin Gierisch machte es Heinle nach und holte Silber.
Sechs Jahre nach ihrer ersten EM-Medaille feierte Nadine Müller ihr erneutes Edelmetall frenetisch. Sie schleuderte den Diskus 63 Meter weit und wurde - wie schon damals in Helsinki - mit Silber belohnt.
Andreas Hofmann hat den Speer in seiner Karriere schon mehrmals über die magische Marke von 90 Metern geworfen. In Berlin gelang ihm das nicht ganz. 87,60 Meter reichten trotzdem für Silber.
Gina Lückenkemper hat das Potenzial, zu DEM neuen Gesicht der deutschen Leichtathletik zu werden. Die 21-Jährige überzeugt mit ihrer lockeren Art aber nicht nur abseits des Sports auf ihren Social-Media-Kanälen. In Berlin raste sie über die 100 Meter in 10,98 Sekunden zu Silber. Nur die Britin Dina Asher-Smith war noch etwas schneller (10,85).
Gesa Felicitas Krause sorgte am letzten Tag der EM für das emotionale Highlight aus deutscher Sicht. Über 3000 Meter Hindernis rannte die 26-Jährige souverän zu Gold und verteidigte so ihren Titel von Amsterdam 2016.
Mateusz Przybylko stellte im Hochsprung pünktlich zur EM seine Bestleistung von 2,35 Meter ein. In einem mitreißenden Wettkampf sprang er ohne Fehlversuch zum EM-Titel. Es ist der mit Abstand größte Erfolg in der Karriere des 26-Jährigen.
Christin Hussong schleuderte ihren Speer in Berlin auf 67,90 Meter. So weit hatte sie zuvor noch nie geworfen. Lohn für die tolle Leistung: Gold für die 24-Jährige.
Olympisches Gold in Rio hatte Thomas Röhler bereits gewonnen. Nun legte der 26-Jährige in Berlin nach und sicherte sich erstmals den EM-Titel im Speerwurf. Völlig euphorisch bejubelte er seinen Coup anschließend im Wassergraben der Hindernisläufer.
Malaika Mihambo war mit ihrer Leistung von 6,75 Meter so gar nicht zufrieden. Letztlich war das aber egal: Sie hängte die Konkurrenz trotzdem ab und sicherte sich Gold im Weitsprung.
Arthur Abele krönte sich in Berlin zum europäischen König der Athleten. Der 32-Jährige sammelte im Zehnkampf 8.431 Punkte und bejubelte den ersten internationalen Titel seiner Karriere.
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