München (ae/mac) - Nach dem WM-Fight am Samstagabend in München sorgten Vitali Klitschkos unterlegener Gegner Dereck Chisora und der frühere Box-Weltmeister David Haye, der als TV-Kommentator anwesend war, auf einer anschließenden Pressekonferenz für einen Eklat. Es kam zu einer handfesten Prügelei und anschließenden Morddrohungen. Nun legt Klitschko nach und erklärt, dass er sich am liebsten sowohl Chisora, als auch Haye noch einmal vorknöpfen wolle.

"Mein Verstand sagt mir, dass ich ein Rematch nicht benötige. Aber mein Ego, mein tiefes, inneres Ich sagt mir ganz deutlich, dieser Mann braucht von mir noch eine richtige Bestrafung", erklärte er der Tageszeitung "Die Welt". Und was ist mit Haye? "Für den gilt das gleiche!"

Während die Staatsanwaltschaft in München unterdessen die Ermittlungen aufgenommen hat und die Boxverbände über Sanktionen gegen Chisora und Haye nachdenken, äußerte sich der WBC-Weltmeister in einem Interview über den Kampfabend.

"Zähne zusammen beißen, das Ding durchziehen. Ich wäre lieber gestorben, als gegen diesen Widerling meinen Titel zu verlieren", sagte Klitschko in der "Bild-Zeitung".

Hintergrund: Klitschko zog sich während des Fights eine Schulterverletzung zu, die dazu führte, dass er seinen Arm nicht mehr richtig heben konnte. Trotzdem dachte er nicht an Aufgabe. "Die Schmerzen waren unerträglich", gab er zu, doch die Provokationen seines Gegners ließen diese Schmerzen vergessen.

Zuvor hatte Chisora bereits mit einer Ohrfeige gegen Vitali für Ärger gesorgt. Darüberhinaus bespuckte der ungehörige Brite seinen Bruder Wladimir. "Nur gut, dass mein Bruder ruhig geblieben ist. Er hatte die Faust in der Tasche geballt. Aber es hätte sonst nur ein gewaltiges Chaos im Ring gegeben", erklärte Vitali der Zeitung.

Zu den Vorfällen zwischen Haye und Chisora meinte er trocken: "Sie hatten ihre Nerven einfach nicht im Griff."