"Bine, das war zum Heulen schön", "Fantastische Lisicki" oder "Hemmungslos, historisch": Das Medienecho über den sensationellen Einzug von Sabine Lisicki in das Finale von Wimbledon ist weltweit überwältigend. Wir fassen die wichtigsten Pressestimmen zum neuen deutschen Tennisstar, der zum ersten Mal seit Steffi Graf 1999 für einen deutschen Sieg im Grand-Slam-Turnier im All England Club sorgen könnte, zusammen.

Das schreibt die Presse in Deutschland

"Spiegel Online" schreibt: "Was für ein Tennis-Krimi! Sabine Lisicki steht als erste Deutsche seit Steffi Graf im Finale von Wimbledon. In einem hochklassigen Match besiegte sie die Polin Agnieszka Radwanska und trifft nun auf Marion Bartoli aus Frankreich."

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schildert den harten Kampf im Halbfinale: "Sie sah aus wie die sichere Siegerin und verlor den Faden, sie war beinahe schon besiegt und kam wieder zurück, sie hatte schon fast gewonnen und konnte das Spiel dann doch nicht beenden, sie musste zweimal gegen die drohende Niederlage ihren Aufschlag durchbringen. Schließlich gewann sie dieses Halbfinale."

"Bine, das war zum Heulen schön!", jubelt die "Bild"-Zeitung. "Sabine Lisicki weint Freuden-Tränen nach ihren Sieg auf dem Centre Court vor 15.000 Zuschauern."

Zum Jubeln ist auch der "Süddeutschen Zeitung" zu Mute: "Hemmungslos, historisch: Sabine Lisicki hatte auch am Dienstag wieder betont, wie sehr sie Wimbledon und den Centre Court mag. Lisicki würde auf dem Centre Court übernachten, wenn sie nicht spätabends immer den Rasen mähen würden. "

Die Pressestimmen in England

Im Gastgeberland wird Lisicki als erfrischende Überraschung wahrgenommen. So schreibt die "Times": "Mit ihrem blonden Zopf, ihrem etwas schrägen Gesichtsausdruck sowie ihrer Neigung, in unerwarteten Momenten zu lächeln - und noch unerwarteter zu gewinnen - wurde sie zur großen Überraschung der vergangenen 14 Tage."

"The Guardian" stellt das Halbfinale als Duell der Unterschiede dar - mit dem besseren Ausgang für die Deutsche: "Power und Aggressivität von Sabine Lisicki haben die sanfte Taktikerin besiegt."

Die "Sun" blickt bereits auf das Finale am Samstag - und sieht Lisicki in der Favoritenrolle: "Sab Fab! - Fantastische Lisicki trifft auf Schlafmütze Bartoli"

So kommentieren italienische Medien das Wimbledon-Finale

"La Repubblica" kann es kaum fassen, dass zwei Außenseiterinnen im Wimbledon-Finale stehen: "Das verrückte Finale zwischen Bartoli und Lisicki."

"Tuttosport" lobt die Nervenstärke der erst 23-jährigen Deutschen: "Sabine, die Kraft der Auferstehung."

"La Gazzetta dello Sport" fragt, wer nun den Wimbledon-Thron besteigt: "Lisicki und Bartoli: Nerven aus Stahl. Die Deutsche holt gegen Radwanska ein 0:3 auf, die Französin zerschmettert Flipkens: Der Thron ist eine Sachen zwischen ihnen. Sabine hält nicht an. Sabine Lisicki, nachdem sie den Nerven- und Machttest gegen Serena Williams bestanden hat, schafft auch die Macht- und Nervenprüfung gegen Agnieszka Radwanska (...) und will morgen das Diplom für Nerven und Macht in Wimbledon."

Selbst die Presse in Fernost wurde auf Lisicki aufmerksam

Selbst in China findet die neue Tennis-"Prinzessin" Beachtung. "Sabine Lisicki kam auf den Center Court, um mit ihren knüppelharten Bällen die ausgekochte Agnieszka Radwanska vom Platz zu fegen", berichtet "Chinadaily". (cfl/cai/dpa)