Die österreichische Stabhochspringerin Kira Grünberg stürzt bei einem Trainingssprung im Juli 2015 schwer. Seitdem ist die 22-Jährige querschnittsgelähmt. Im Interview mit der "Bild" erzählt die junge Frau, wie sie sich ihr neues Leben Stück für Stück erkämpft.

Der Sturz von Kira Grünberg hatte international Betroffenheit ausgelöst. Die Diagnose: Bruch der Halswirbelsäule. Vom Hals abwärts gelähmt.

Nach wochenlanger Reha schafft es Grünberg im September, wieder ihre Arme zu bewegen. Der Deutschen Presseagentur sagte sie damals, sie könne sich über die kleineren Dinge freuen - "über die man sich früher nie hätte freuen können".

"Wenn es so weiter geht, schaffe ich das"

Seit Monaten kämpft die 22-Jährige für ein selbstständiges Leben - und macht dabei immer wieder kleine Fortschritte, wie sie im jetzt Interview mit "Bild.de" berichtet: "Ich kann selbständig mit dem Rollstuhl fahren, selbst Zähne putzen sowie einige Speisen und Getränke alleine zu mir nehmen."

Grünberg werde vor allem von ihrer Familie und ihrem Freund unterstützt. Sie ist auf Rollstuhl und fremde Hilfe angewiesen.

Ihr größter Wunsch sei es, wieder selbstständig leben zu können. Dabei klingt sie zuversichtlich: "Wenn es so weiter geht wie jetzt, schaffe ich das."

Grünberg ist "die Gleiche geblieben"

Als Grünberg zuerst von der Diagnose hörte, sei sie wenig überrascht gewesen. Sie habe direkt nach dem Unfall gewusst, "dass da nicht nur ein Fuß gebrochen ist".

Ihren Charakter habe die schlimme Diagnose jedoch nicht verändert: "Ich bin die Gleiche geblieben, aber vielleicht ein bisschen gelassener geworden", sagt Grünberg.

Auch habe sie nach dem Unfall nicht lange gebraucht, um wieder lachen zu können. Nach zwei, drei Tagen habe sie ein Selfie mit dem Pfleger gemacht, um es an die Zeitungen zu schicken, die alle ein Foto von ihr wollten. "Dabei haben wir viel gelacht", erinnert sie sich im Interview mit "Bild.de".

"Ein ganz besonderes Weihnachten"

Vor allem auf Weihnachten freut sich Grünberg: "Es ist ein ganz besonderes Weihnachten für mich, da ich zum ersten mal seit dem Unfall wieder mit der ganzen Familie zu Hause in Kematen in Tirol bin."

Dabei wolle sie aber trotzdem nicht zu viel naschen, damit sie auch im Rollstuhl ihre gute Figur behält. (she)