Nach dem Unfall des Busses der örtlichen Jugend-Eishockeymannschaft hat die kanadische Kleinstadt Humboldt der 15 Toten gedacht. Mehr als 2000 Menschen versammelten sich am Sonntagabend (Ortszeit) in der Eishalle der Humboldt Broncos, wie kanadische Medien berichteten.

An der Gedenkfeier nahm auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau teil, der zuvor Überlebende des Verkehrsunfalls im Krankenhaus besucht hatte. "Das ganze Land steht hinter euch", schrieb Trudeau vor der Gedenkfeier auf Twitter.

Bei dem Unfall am Freitag (Ortszeit) war ein Sattelschlepper seitwärts mit dem Bus zusammengestoßen. Zehn Spieler der Jugendmannschaft, zwei Trainer, der Statistiker des Teams, ein mitreisender Journalist und der Fahrer des Busses kamen ums Leben. 14 weitere Insassen wurden verletzt, einige davon schwer, wie Medien berichteten. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Der Fahrer des Sattelschleppers wurde während der laufenenden Ermittlungen nicht festgesetzt, wie der TV-Sender BBC unter Berufung auf Polizeiinformationen berichtete.

Das Unglück schockierte den 5800-Einwohner-Ort Humboldt in der Provinz Saskatchewan, in dem die Broncos beheimatet sind. Die Jugendmannschaft, deren Spieler zwischen 16 und 21 Jahre alt sind, war auf dem Weg zu einem Spiel der Playoff-Serie gegen die Nipawin Hawks.  © dpa