Die Sensation ist perfekt! Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft steht im Finale der Olympischen Spiele von Pyeongchang. Im Halbfinal-Kracher gegen Top-Favorit Kanada setzte sich die DEB-Auswahl hochverdient mit 4:3 durch.

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Am Ende musste Deutschland noch mal so richtig zittern. Nach einer grandiosen Vorstellung zog das Team von Trainer Marco Sturm ins olympische Endspiel ein.

Gegen Top-Favorit Kanada zeigten die DEB-Cracks von Beginn an eine bärenstarke Leistung und setzten sich hochverdient mit 4:3 durch.

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Eishockey: Deutschland im Finale von Olympia 2018 - So lief der Halbfinal-Wahnsinn

Das deutsche Eishockey-Team steht im Finale der Olympischen Spiele von Pyeongchang. In einem wahnwitzig spannenden Halbfinale behielt es gegen Kanada die Oberhand. So lief die Partie.

Im Finale um Olympia-Gold am kommenden Sonntag bekommt es Deutschland ab 05:10 Uhr (MEZ) mit Russland zu tun.

Alle Infos zum Halbfinal-Wahnsinn hier in der Ticker-Nachlese:

Wahnsinn! Deutschland steht bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang im Finale! Das DEB-Team schlägt das favorisierte Team aus Kanada in einem Eis-Krimi mit 4:3. Im Endspiel warten nun die Olympischen Athleten aus Russland. Der Live-Ticker des Wunders zum Nachlesen.

Den historischen Erfolg von Pyeongchang gegen den 26-maligen Weltmeister schossen in einem mitreißenden Match Brooks Macek (15. Minute), Matthias Plachta (24.), Frank Mauer (27.) und Patrick Hager (33.) heraus.

Nie zuvor hatte Deutschland gegen das Mutterland des Eishockeys bei Winterspielen gewonnen - und zitterte nach einer zwischenzeitlich klaren 4:1-Führung bis zum Schluss.

Der neunmalige Olympiasieger kam gegen ein leidenschaftliches deutsches Team zu Toren durch Gilbert Brule (29.), Mat Robinson (43.) und Derek Roy (50.) und sorgte im Schlussdrittel für Spannung.

Kanada spielt nun am Samstag gegen Tschechien lediglich um Bronze.

Hässliche Szene gegen David Wolf

Zudem erwiesen sich die Kanadier als schlechte Verlierer. Mit einem üblen Check gegen den Kopf von David Wolf leistete sich Brule eine ganz hässliche Szene und musste nur vier Minuten nach seinem Tor zu Recht vom Eis.

Mannheims Stürmer Wolf blieb minutenlang regungslos auf dem Eis liegen, rappelte sich dann immerhin auf, um gestützt in die Kabine zu fahren. Im Schlussdrittel kam der Mannheimer sogar zurück aufs Eis.

Als die deutschen Spieler sich im Laufe der Partie geradezu in einen Rausch spielten und kaum für möglich gehaltene Kunsttore schossen, trauten nicht nur die gut 7000 Zuschauer, darunter etliche deutsche Sportgrößen, ihren Augen nicht.

Auch Kanadas Coach Willie Desjardins schüttelte ungläubig den Kopf, nachdem Münchens Mauer in NHL-Manier den Puck ins Netz trickste. Mit jedem Gegentor wurden die Mienen beim großen Favoriten immer finsterer.

Auch Kanadas Torhüter Kevin Poulin wusste nicht, wie im geschah, als ihm die Pucks regelrecht um die Ohren flogen. Der Torhüter aus der osteuropäischen KHL hatte zuvor noch kein Tor im Turnier kassiert.

Mit einem Penalty konnte ihn Dominik Kahun nach dem zweiten Gegentor zu Beginn des Schlussdrittels allerdings nicht überwinden.

"Kanada ist besser bestückt als wir, aber wir haben das größere Herz", hatte Sturm vor dem Spiel gesagt und eindrucksvoll Recht behalten.

Wegen des Olympia-Boykotts der NHL fehlen nicht nur dem Favoriten viele Stars, auch die besten deutschen Spieler sind in Südkorea nicht dabei.

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Nach sensationellem Halbfinale gegen Kanada: Zitate zum Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft

Nach dem sensationellen Halbfinalsieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea haben sich zahlreiche Prominente in den sozialen Medien geäußert. Ein Überblick:

Neue Euphorie in der Heimat

Mit dem nur aus DEL-Spielern bestehenden Kader hatte kein Experte vor dem Turnier, geschweige denn vor dem Match gegen Kanada, gerechnet.

Schon mit dem sensationellen Viertelfinal-Sieg gegen Weltmeister Schweden hatte Deutschland acht Jahre nach dem WM-Halbfinale in Köln gegen Russland (1:2) sowohl in Pyeongchang als auch in der Heimat für eine neue Euphorie gesorgt.

Für das erste olympische Halbfinale überhaupt hatte sich der DEB vor Karten-Anfragen aus dem deutschen Team kaum retten können.

"Die Nachfrage ist riesig. Ich musste beim Weltverband IIHF noch einmal Karten nachbestellen", sagte DEB-Präsident Franz Reindl der Deutschen Presse-Agentur.

Im Gangneung Hockey Centre fieberten unter unter anderem die Olympiasiegerinnen Claudia Pechstein und Maria Höfl-Riesch sowie der DOSB-Vorstand mit. Die Bronze-Gewinner von 1976 drückten daheim in Deutschland die Daumen.

"Es ist Zeit, dass neue Helden geboren werden", hatte der ehemalige DEB-Kapitän Alois Schloder vor dem Spiel der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Der damalige Stürmerstar Erich Kühnhackl sagte im Interview der "Abendzeitung": "Auf jeden Fall sind die Jungs würdige Erben, sie sind wahre und würdige Erben von 1976." (fte/dpa)

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Teaserbild: © picture alliance / Daniel Karman