Der abgewiesene Protest der Biathlon-Mixed-Staffel lässt das deutsche Team nicht los. Biathlon-Bundestrainer Gerald Hönig stellt eine klare Forderung an den Weltverband.

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Nach dem abgewiesenen Protest im Mixed-Staffel-Rennen hat Biathlon-Bundestrainer Gerald Hönig eine Präzisierung der Regeln vom Weltverband IBU gefordert. "Diese Entscheidung lag doch sehr einem Kaugummi-Paragrafen zugrunde", sagte der 59-Jährige.

Tags zuvor hatte ein Protest der Deutschen nach dem Zielsprint zwischen Arnd Peiffer und dem Italiener Dominik Windisch keinen Erfolg.

Damen-Coach Hönig ist nach wie vor von der Richtigkeit des Protestes überzeugt. "Aber wir haben nach langem Studium unseres Regelwerkes festgestellt, dass eine klarere Definition des Verhaltens im Korridor erfolgen muss von Seiten der IBU", mahnte Hönig an.

So wie die Regel jetzt formuliert sei, sei eine Entscheidung in die eine wie andere Entscheidung möglich. "Ich bin ein bisschen enttäuscht. Ich dachte, dass die Jury eine konsequentere Entscheidung Richtung Fairness trifft", sagte Hönig.

Lesser wünscht sich von IBU mehr "Cojones"

In der Mixed-Staffel hatten Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Arnd Peiffer lange auf Gold-Kurs gelegen. Doch Schlussläufer Peiffer patzte am Schießstand.

Im Schlussspurt auf der Zielgeraden schnitt ihm dann Windisch den Weg ab. Im Zielkorridor ist aber kein Bahnwechsel erlaubt.

Das aber tat Windisch aus Sicht der Deutschen. "Das war ein klarer Regelverstoß. Da hätte man sich ein paar mehr Cojones (Eier) gewünscht von der IBU. Ich bin einfach nur enttäuscht, dass die IBU faire Sportler alleine lässt", hatte Lesser gesagt.

Er will in den nächsten Tagen das Gespräch mit Renndirektor Borut Nunar suchen: "Das soll er mir dann mal erklären."  © dpa

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