Die Olympischen Spiele 2016 in Rio sind in vollem Gange: Wir versorgen Sie täglich in unserem Live-Blog zu den Olympischen Spielen mit den wichtigsten Nachrichten rund um Rio 2016.

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+++ Montag, 15. August 2016 +++

JFK in New York wegen Usain-Bolt-Jubel zeitweise geräumt

Der Sieg von Usain Bolt über 100 Meter hat am JFK-Flughafen in New York Panik ausgelöst. Zwei Terminals mussten am Sonntag Abend wegen angeblicher Schüsse geräumt werden. Das berichtete die "New York Times". Die Flughafenbehörde erklärte bald auf Twitter, dass keine Schüsse bestätigen werden konnten. Die Räumung der Terminals sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

Erst nach sechs Stunden wird klar, was die Panik ausgelöst hatte: Fans von Sprint-König Usain Bolt hatten dessen Sieg über 100 Meter so heftig bejubelt, dass der Freudenausbruch als Panik missinterpretiert wurde. Von dem Zusammenhang berichtete unter anderem die "Bild".


+++ Sonntag, 14. August 2016 +++

Verdächtiger Gegenstand nahe Olympia-Hafen kontrolliert gesprengt

Nach einer lauten Explosion während der olympischen Segel-Regatten haben die Organisatoren die kontrollierte Sprengung eines verdächtigen Gegenstandes bestätigt. In der Nähe des Olympia-Hafens von Rio de Janeiro war gegen 12:45 Uhr Ortszeit ein Knall zu hören gewesen. Der Vorfall ereignete sich nahe des Eingangs zur Marina da Glória an der Marathonstrecke, die durch die Straße Infante Dom Henrique entlang des Flamengo-Strandes der Guanabara-Bucht führt. Eine Reihe weiterer dumpfer Detonationen kommentierten die Organisatoren nicht. Experten gehen von zusätzlichen Übungssprengungen aus.

Skandal-Turner van Gelder kündigt Comeback an

Der niederländische Ringe-Spezialist Yuri van Gelder will seine Turnkarriere trotz des Ausschlusses von den Olympischen Spielen in Rio fortsetzen: Er kündigte via Twitter sein Comeback an.

Zuvor hatte ein Gericht in Arnheim seine einstweilige Verfügung gegen den Ausschluss in Rio abgewiesen. Wegen "groben Übertretens der Teamregeln" war er vom Nationalen Olympischen Komitee auf Wunsch des Turnerbundes KGNU nach Hause zurückgeschickt worden.

+++ Samstag, 13. August 2016 +++

Hambüchen kritisiert Olympia-Organisation

Deutschlands Turnstar Fabian Hambüchen hält die Organisation der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro für gewöhnungsbedürftig. "Mit der Hygiene ist es manchmal ein bisschen schwierig. Die Organisation ist schon ein bisschen chaotisch", sagte Hambüchen in der internationalen Zone des olympischen Dorfs. Mit Blick auf seine vierten Olympischen Spiele sagte er: "Von der Organisation, von den Rahmenbedingungen würde es für mich Platz vier belegen. Die europäischen Standards in London waren etwas ganz Anderes. Südamerika ist halt so wie es ist. Wer schon mal hier in der Gegend war, der weiß, dass das hier normal ist oder sogar Luxus im Vergleich zu dem, was sonst noch abgeht in dem Land."

Finnischer Gewichtheber Tokola kollabiert nach Wettbewerb

Plötzlich kippte er um: Der finnische Gewichtheber Milko Olavi Tokola hatte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in seinem dritten Versuch am Freitag 175 Kilogramm gestoßen und danach vor Freude gebrüllt. Als der 23-Jährige dann die Wettkampfbühne verlassen wollte, verlor er das Bewusstsein und stürzte von dem Podium herunter.

Es sei nicht das erste Mal gewesen, sagte der Finne. Wahrscheinlich hätten solche Bewusstseinsverluste bei ihm damit zu tun, dass zu viel Blut vom Gehirn in den Körper gehe, wenn er sehr schwere Gewichte hebe. Trotz allem war er guter Laune - in zwei Wochen will er heiraten - und das sei genauso aufregend wie Olympia.

Pferd Cosmo verletzt vor Siegerehrung Betreuer

Nach dem goldenen Abschluss für die deutschen Dressur-Reiter am Freitag kam es zu einem unangenehmen Zwischenfall: Das Pferd Cosmo des Team-Olympiasiegers Sönke Rothenberger verletzte seinen Pfleger Robbie Sanderson kurz vor der Siegerehrung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Schnellste Frau Indiens wäre beinahe nicht gestartet

Erstmals seit 36 Jahren ist wieder eine indische Athletin beim 100-Meter-Sprint der Frauen angetreten. Ihre Teilnahme war jedoch lange unsicher. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

+++ Mittwoch, 10. August 2016 +++

Raubüberfall im Linienbus nach Rio: Deutscher Journalist betroffen

Ein deutscher Journalist ist auf dem Weg nach Rio de Janeiro Opfer eines Raubüberfalls geworden. Die Passagiere eines Linienbusses wurden am Dienstag auf der Fahrt von Guapimirim, rund 75 Kilometer nördlich von Rio, in die Olympia-Stadt von zwei bewaffneten jungen Männern bedroht und ausgeraubt, wie ein für das deutsche Volleyball-Magazin von den Olympischen Spielen berichtender Reporter am Mittwoch berichtete. Er und weitere rund 15 Fahrgäste mussten Geld, Mobiltelefone und Uhren abgeben. "Ich dachte, ich sei in einem schlechten Film gelandet. Ich schaute direkt in den Lauf einer Pistole", berichtete der Journalist. Verletzt wurde niemand.

Der Reporter hatte Freunde in Guapimirim besucht. "Dem Fahrer Claudio hielten sie die Pistole an den Kopf, er musste weiterfahren", berichtete er in einem Blog des Volleyball-Magazins. Sie hätten den Passagieren mit dem Tod gedroht. Der Bus fuhr nach dem Überfall zu einer Polizeistation, wo Angaben zum Tathergang aufgenommen wurden.

+++ Dienstag, 9. August 2016 +++

Athletinnen "Pummelchen" genannt - Chefredakteur muss gehen

"Trio der Pummelchen" hat die Zeitung "Quotidiano Sportivo" die italienischen Bogenschützinnen genannt, nun muss der Chefredakteur gehen. Die drei Frauen hatten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Bronze nur knapp verpasst. Verleger Andrea Riffeser Monti entschuldigte sich am Dienstag im Internet bei den Athletinnen und bei den Lesern. Der Chefredakteur von "QS", Giuseppe Tassi, sei mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben worden.

Die drei "Dickerchen" hätten das olympische Wunder verpasst, hatte die Zeitung getitelt, nachdem Guendalina Sartori, Lucilla Boari und Claudia Mandia auf dem vierten Platz gelandet waren.

Es folgten heftige Proteste in sozialen Netzwerken, und auch der Präsident der italienischen Vereinigung der Bogenschützen, Mario Scarzella, meldete sich zu Wort. "Nach den Tränen, die diese Mädchen die ganze Nacht vergossen haben, mussten sie, anstatt von der italienischen Presse Unterstützung für ihr knappes Scheitern zu bekommen, auch noch diese Demütigung ertragen", schrieb Scarzella.

Die Sportlerinnen hatten sich ebenfalls beschwert. "Es reicht jetzt, uns Pummelchen zu nennen. Die Spiele zeigen, dass man nicht nicht durchtrainiert aussehen muss, um zu konkurrieren", zitiert die Ansa.

Deutsche Reiter empört über ARD-Reporter

Die deutschen Olympia-Reiter haben ARD-Reporter Carsten Sostmeier wegen dessen Kommentar beim Vielseitigkeitswettbewerb scharf kritisiert. Der TV-Mann hatte Olympia-Neuling Julia Krajewski am Montag bei deren Geländeritt unter anderem als "Angsthasen" bezeichnet und ihr "einen braunen Strich" in der Hose bescheinigt. Dennis Peiler, Chef de Mission der deutschen Reiter in Rio de Janeiro, wertete die Äußerungen als unsportlich und beleidigend für die Reiterin. Reaktionen zum Eklat lesen Sie hier.

+++ Montag, 8. August 2016 +++

Nächster Boxer wegen sexueller Belästigung festgenommen

In Namibias Fahnenträger Jonas Junius ist bereits der zweite Olympia-Boxer wegen mutmaßlich sexueller Belästigung in Rio de Janeiro festgenommen worden.

"Wir können bestätigen, dass ein Athlet von der lokalen Polizei wegen mutmaßlich sexueller Übergriffe festgenommen wurde", sagte der Kommunikationsdirektor der Rio-Spiele, Mario Andrada.

Nach Informationen der brasilianischen Tageszeitung "O Globo" soll der 22 Jahre alte Junius im olympischen Dorf ein Zimmermädchen bedrängt haben. Das Mädchen sei weggerannt und habe die Polizei gerufen, berichtete "O Globo" weiter.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu dem Fall äußern. Vor drei Tagen war bereits Marokkos Boxer Hassan Saada wegen eines ähnlichen Vergehens im Olympischen Dorf festgenommen worden.

Del Potro steckte im Aufzug fest

Vor seinem überraschenden Sieg gegen den Topfavoriten Novak Djokovic bei Olympia hat der argentinische Tennis-Star Juan Martín del Potro eine unangenehme Erfahrung gemacht: Wegen eines Stromausfalles habe der 27-Jährige morgens rund 40 Minuten lang in einem Aufzug des olympischen Dorfes in Rio de Janeiro festgesessen, teilte sein Sprecher Jorge Viale auf Twitter mit und postete ein Foto dazu.

Del Potros Handy habe keinen Empfang gehabt, deshalb habe der Tennis-Profi nicht telefonisch um Hilfe rufen können. Mitglieder des argentinischen Handball-Teams hätten ihn schließlich aus seiner misslichen Lage befreit.

Am späten Sonntagabend (Ortszeit) besiegte Del Potro dann den serbischen Weltranglisten-Ersten Djokovic in einem hochklassigen Erstrunden-Spiel 7:6 (7:4), 7:6 (7:2). "Es war eines der besten Matches meiner Karriere", sagte der Weltranglisten-145. und ehemalige US-Open-Sieger, den Handgelenksprobleme immer wieder zurückwarfen.

Homophobe Gesänge gegen Fußballerinnen

Das teilweise unsportliche Verhalten einiger brasilianischer Zuschauer bei den Spielen des olympischen Frauenfußball-Turniers sorgt für Verärgerung bei Spielerinnen und Trainern. "Das ist die ekelhafte Seite des Spiels. Für so etwas ist kein Platz, in keiner Sportart", kritisierte Kanadas Trainer John Herdman die homophoben Gesänge bei den Vorrundenspielen seines Teams.

Auch Weltmeister USA war schon davon betroffen. "Das ist persönlich verletzend", sagte Megan Rapinoe. "Ich denke, diese Mobbing-Mentalität nimmt jetzt allmählich Überhand. Die Zuschauer, die so etwas rufen, meinen das vielleicht gar nicht böse, aber sie sollten sich mal in unsere Lage versetzen, um zu merken, wie so etwas bei uns aufgenommen wird."

Australiens Coach Alen Stajcic bewertete die Rufe etwas zurückhaltender. Er kenne die Sprache und Kultur in Brasilien nicht so genau, erklärte er. "Aber freundlich klang das nicht."



+++ Sonntag, 7. August 2016 +++

Deutsche Hockey-Damen spielen nur remis

Die deutschen Hockey-Damen sind mit einem Unentschieden in die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gestartet. Der Weltranglisten-Neunte trennte sich am Sonntag 1:1 (1:1) von China.

Sanitäter lassen verletzten Turner fallen


Die Bilder von der schweren Beinverletzung des französischen Turners Samir Ait Said haben am Samstag bei den olympischen Wettkämpfen in Rio de Janeiro für Entsetzen gesorgt. Ein Aufschrei ging durch das Publikum, als der 26 Jahre alte Europameister von 2013 im zweiten Durchgang der Qualifikation bei seinem Sprung so unglücklich auf dem linken Bein landete, dass der Unterschenkel quer stand.

Minutenlang blieb er auf den Matten liegen und musste von Medizinern versorgt werden. Schließlich wurde Ait Said nach einer kurzen Erstversorgung auf einer Trage aus der Olympic Arena und in ein Krankenhaus gebracht. Eine erste Diagnose in der Turn-Arena ergab einen Unterschenkelbruch.

Für Kopfschütteln sorgt zudem nun ein Video, das im Internet aufgetaucht ist. Darauf ist zu sehen, wie Sanitäter den Pechvogel auch noch fallen lassen, als sie ihn auf einer Trage abtransportieren wollten.

Said wurde inzwischen operiert. Wir wünschen gute Besserung!

Ungarns Staatsfernsehen verschweigt die Flüchtlinge bei den Spielen

Für das staatliche ungarische Fernsehen ist das zehnköpfige Flüchtlingsteam, das in Rio de Janeiro erstmals bei Olympischen Spielen antritt, so gut wie Luft. Als die 18-jährige Schwimmerin Yusra Mardini aus Syrien ihren Vorlauf über 100 Meter Schmetterling gewann, berichtete MTV zwar live. Der Reporter nannte aber ihren Namen nicht. Nicht einmal, als sie als Siegerin anschlug. Auch ihren besonderen Status verschwieg er.

Das Flüchtlingsteam besteht aus Sportlern, die wie Yusra vor Krieg und humanitären Katastrophen aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Schuss auf Reitsport-Pressezelt

Auf das Pressezelt des olympischen Reitsport-Geländes in Rio de Janeiro ist geschossen worden. "Es ist gegen Mittag eine Patrone gefunden worden", bestätigte Mario Andrada, Kommunikations-Direktor des Organisationskomitees.

"Wir untersuchen, wo die Patrone herkommt, was es für eine Patrone ist." Das brasilianische Militär und die Polizei bezeichneten den Vorfall als "unglücklich".

Später erklärte der Kommunikations-Direktor, dass der Schuss ein Irrläufer gewesen sei und nicht auf ein Ziel gerichtet war.
Eine Evakuierung des Geländes sei nach Angaben der Experten nicht notwendig gewesen.

Die Kugel war von einem französischen Journalisten gefunden worden. In der Decke des Zeltes ist ein Loch zu erkennen. Das Pferdesport-Gelände im Ortsteil Deodoro ist Teil einer großen militärischen Anlage mit mehreren Kasernen.

"Offensichtlich ist dies eine beunruhigende Situation, und es ist kein Vorfall, den wir leicht nehmen", meinte Reiter-Weltverbandschef Ingmar de Vos in einer Erklärung.

+++ Samstag, 6. August 2016 +++

Doping-Skandal um kenianische Sportler

Der Delegationsleiter der kenianischen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro soll laut einem ARD-Bericht gegen Geldzahlungen Sportler seines Landes über anstehende Doping-Kontrollen informiert haben. Wie der Fernsehsender berichtete, sei Michael Rotich bereits nach Kenia zurückbeordert worden. Eine Bestätigung war dafür zunächst nicht zu bekommen.

In dem am Samstag ausgestrahlten Film, der von ARD in Kooperation mit der "Sunday Times" entstanden ist, sagt Rotich in einem mit versteckter Kamera gefilmten Gespräch, dass er zwölf Stunden vorher wisse, wann Kontrollen stattfinden würden. Auf die Frage, ob er dieses Wissen für drei Monate für eine Pauschale von 9000 Pfund weitergeben würde, antwortete er: "Sagen wir 10 000 Pfund."

ARD-Studiogast Richard Pound, der die unabhängige Kommission zur Aufklärung des systematischen Dopings in der russischen Leichtathletik leitete, sieht den Beitrag als ausreichend an, "in Kenia Untersuchungen wie in Russland" anzustellen.

Kenia war bei der WM 2015 in Peking mit 16 Medaillen, darunter sieben aus Gold, das Leichtathletik-Land Nummer eins.

US-Basketballer landen in einem Bordell

Mehrere US-Basketball-Stars sind einem Medienbericht zufolge vor Start des olympischen Turniers in Rio de Janeiro in einem Bordell gelandet. DeAndre Jordan, DeMarcus Cousins sowie DeMar DeRozan und womöglich noch drei weitere Spieler seien am Mittwochabend im Termas Monte Carlo gewesen, schrieb "tmz.com".

Das Internetportal zitierte eine teamnahe Quelle, dass die Spieler "realisierten, dass dies nicht der richtige Platz für sie ist" und den Laden direkt wieder verlassen hätten. Die NBA-Stars hätten gedacht, dass sie ein Spa besuchen würden. "TMZ" veröffentlichte Fotos, auf denen dem Anschein nach Jordan und Cousins zu sehen sind.

Obama ruft USA zur Einheit auf

Präsident Barack Obama hat zum Beginn der Olympischen Spiele das Team USA angefeuert - und zugleich das Land zur Einheit aufgerufen. Die US-Athleten erinnerten die Welt daran, warum Amerika stets den "Gold-Standard" setze: Es sei eine Nation von Immigranten, die Stärke in ihrer Vielfalt finde, sagte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. So werde ein Fechter in Rio der erste amerikanische Olympia-Teilnehmer, der mit einem Hidschab antrete.

Offensichtlich mit Blick auf den enorm emotionsgeladenen US-Präsidentschaftswahlkampf rief Obama die Amerikaner auf, in dieser Zeit "intensiver Politik" die Gelegenheit zu nutzen, "uns hinter einer Fahne zu vereinen". Und in einer Zeit der Herausforderungen "lasst uns den friedlichen Wettbewerb und Sportsgeist schätzen, den wir sehen werden(...), das Verständnis zwischen Rivalen, die wissen, dass wir eine gemeinsame Menschlichkeit teilen."

Hockeyspieler kleben Kondom an ihre Tür

Die deutschen Hockey-Spieler Moritz Fürste und Tobias Hauke haben sich ein Kondom an ihre Appartment-Tür im Olympia-Dorf geklebt. Warum? Nun, um mitreden zu können. "„Das Thema Kondome ist ja immer eines, nur bei den Athleten natürlich nicht. Wir haben deshalb einen mitgenommen und an die Wohnungstür gehängt. Um mitreden zu können. Ich habe keinen Schimmer, wo es die Dinger im Dorf gibt", so Tobias Hauke zur "Bild".

Auslöser dieser Klebeaktion sind die zahlreichen Gespräche darüber, welcher Sportler mit wem im Dorf was gemacht hat... Fürste und Hauke finden die Diskussionen unsinnig. Zudem sind die beiden bereits glücklich vergeben.

Während der spiele werden immerhin fast eine halbe Million Gratis-Kondome an die Sportler verteilt.

+++ Freitag, 5. August 2016 +++

DLV-Präsident Prokop attackiert Bach - "Schadet der Glaubwürdigkeit"

Clemens Prokop hat als Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Thomas Bach und das IOC für die Entscheidung im Fall Russland indirekt kritisiert. "Über diesen Olympischen Spielen liegt der Schatten der Dopingproblematik mit Russland", sagte Prokop am Freitag dem "Bayerischen Rundfunk". Der 59 Jahre alte Sportfunktionär hatte sich im Juli über den Ausschluss der russischen Leichtathleten hoch erfreut gezeigt. Das Ergebnis des IOC-Entscheids hingegen sei, dass "in gewisser Weise Chaos" herrsche, betonte Prokop: "Das schadet der Glaubwürdigkeit des Sports."

Gauck schreibt Olympiamannschaft: Wir drücken die Daumen

Bundespräsident Joachim Gauck hat der deutschen Olympia-Mannschaft erfolgreiche Spiele in Rio de Janeiro gewünscht. Er sei sicher, dass alle Sportler Deutschland hervorragend vertreten würden. "Das gilt natürlich auch, wenn es nicht zu einer Medaille reicht. Sie haben es zu den Olympischen Spielen geschafft - das allein ist bewundernswert!", schrieb Gauck am Freitag, nachdem er seine Reise zur Eröffnungsfeier wegen einer Zahnoperation hatte absagen müssen.

"Ich wünsche Ihnen, dass Sie bei den Spielen all das erreichen, was Sie sich vorgenommen haben", betonte Gauck weiter. Gerne hätte er seine guten Wünsche persönlich überbracht. "Seien Sie aber gewiss, dass Daniela Schadt und ich, wie Millionen Menschen in Deutschland, Ihnen bei den bevorstehenden Wettkämpfen die Daumen drücken und sich an Ihren Leistungen erfreuen werden", schrieb er.

"Uns allen wünsche ich friedliche, faire und spannende Olympische Sommerspiele mit packenden Wettkämpfen, sportlichen Spitzenleistungen und unvergesslichen Begegnungen."

+++ Donnerstag, 4. August 2016 +++

DFB-Frauen starten mit Sieg ins Olympia-Turnier - Sorgen um Laudehr

Das Finale im Maracanã-Stadion ist das große Ziel der DFB-Frauen bei Silvia Neids letztem Auftritt als Bundestrainerin. Das 6:1 zum Auftakt des Olympia-Turniers gegen Simbabwe ist ein erster Schritt in Richtung Endspiel - den die Deutschen aber teuer bezahlen müssen.

Die deutschen Fußball-Frauen haben ihre olympische Gold-Mission mit dem erhofften Pflichtsieg begonnen. Gegen Außenseiter Simbabwe gewann die DFB-Auswahl am Mittwoch (Ortszeit) in São Paulo mit 6:1 (2:0). Sara Däbritz (22.) und Alexandra Popp (36.) per Kopf, Melanie Behringer (53./78.), Melanie Leupolz (83.) und Simbabwes Eunice Chibanda mit einem Eigentor (90.) trafen zum verdienten Sieg. Die Freude wurde aber durch die Verletzung von Mittelfeldspielerin Simone Laudehr getrübt.

Mit dem hart erarbeitet Auftakterfolg vor etwa 20.000 Zuschauern machte die DFB-Auswahl einen ersten Schritt in Richtung des ersehnten Finales im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro. Das Team übernahm die Führung in der Gruppe F des olympischen Frauenfußball-Turniers vor Kanada, das Australien mit 2:0 besiegt hatte. Die Nordamerikanerinnen sind am Samstag nächster Gegner.

+++ Mittwoch, 3. August 2016 +++

Nach Federer-Absage: Auch Tennisprofi Wawrinka verzichtet auf Rio

Nach der Absage des Tennis-Stars Roger Federer verzichtet auch dessen Schweizer Teamkollege Stan Wawrinka auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Der zweifache Grand-Slam-Sieger erklärte, er leide unter Rückenproblemen, die während des Turniers in Toronto schlimmer geworden seien. Das teilte der 31-Jährige am Dienstag mit. Er ließ sich in der Schweiz untersuchen und entschied sich auf Anraten seines Arztes zu einer Pause. Wann er wieder spielen kann, ist derzeit offen. In den nächsten Tagen sollen weitere Untersuchungen folgen.

Damit fällt ein weiterer Top-Ten-Spieler für den Herren-Wettbewerb aus. Neben Federer und Wawrinka fehlen in Rio auch Wimbledon-Finalist Milos Raonic, der Tscheche Tomas Berdych und Dominic Thiem aus Österreich.

Deutscher Fahnenträger wird benannt

Die Wahl ist vorbei, nur der Sieger noch nicht verkündet. Am Donnerstag erfährt die deutsche Olympiamannschaft, welcher der fünf Kandidaten die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Rio de Janeiro ins legendäre Maracana-Stadion tragen wird. Athleten und Fans konnten bis Dienstag kurz vor Mitternacht in einem neuen Verfahren zwischen Tischtennis-Routinier Timo Boll, Hockey-Kapitän Moritz Fürste, Bahnrad-Ass Kristina Vogel, der Modernen Fünfkämpferin Lena Schöneborn und Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke wählen.