Olympia 2018: Deutsche Medaillenhoffnungen in Pyeongchang

Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang gehören einige deutsche Athleten zu den Medaillenfavoriten. Wir sagen Ihnen, wer Chancen auf olympisches Edelmetall hat.

Im Biathlon ist Laura Dahlmeier die Topfavoritin auf Gold. Nach ihren fünf WM-Titeln im vergangenen Jahr und dem Gewinn der großen Kristallkugel, peilt sie in diesem Winter olympisches Edelmetall an.
Dahlmeier verpasste allerdings den Saisonauftakt wegen eines Infekts. Auch über Weihnachten musste die 24-Jährige mit dem Training aussetzen. Bis zu den Olympischen Spielen muss sie noch ein paar Prozent zulegen, um in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.
Für Kombinierer Johannes Rydzek gilt ähnliches wie für Laura Dahlmeier. Er war im vergangenen Jahr der Dominator bei der Nordischen Ski-WM in Lahti. Vier Mal ging Rydzek an den Start - vier Mal wurde er Weltmeister.
In dieser Saison läuft es beim 26-Jährigen noch nicht rund. Nur einen Sieg konnte er in diesem Winter bislang feiern.
Auch Teamkollege Eric Frenzel tut sich in dieser Saison schwer. Der fünfmalige Gesamtweltcupsieger hat wie Rydzek erst einen Weltcup gewonnen.
Auch wenn Frenzel noch nicht in Topform ist: Mit seinen 29 Jahren hat er genug Erfahrung, um für Olympia auf den Punkt fit zu sein.
Seit seinem Erfolg von Kitzbühel, als Thomas Dreßen auf der berüchtigten Streif überraschend siegen konnte, zählt der Abfahrer ebenfalls zu den Medaillenkandidaten bei den Olympischen Spielen. Dass er mit den Großen mithalten kann, hat er auf jeden Fall bewiesen.
Richard Freitag galt bereits bei der Vierschanzentournee als Favorit. Ein Sturz machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Umso heißer ist der Skispringer nun auf Edelmetall bei den Olympischen Spielen.
Die deutschen Rodler dominieren seit Jahren das Geschehen. Felix Loch gewann sowohl in Vancouver 2010, als auch in Sotschi Gold im Einsitzer. Dazu konnte er in Sotschi auch mit dem Team den Olympiasieg feiern.
Bisher verläuft die Saison nach Plan. Loch führt den Gesamtweltcup an und gewann bereits drei Weltcups.
Das Pendant zu Felix Loch ist Natalie Geisenberger. Mit fünf Siegen führt sie Weltcup souverän an. Auch in den vergangenen fünf Jahren war sie die beste Rodlerin der Welt.
Geisenberger hat bereits alles gewonnen, was es im Rodeln zu gewinnen gibt. Olympiasieg im Einzel und im Team, den Gesamtweltcup sowie EM- und WM-Gold.
Andreas Wellingers Stern ging bei der Nordischen Ski-WM 2017 auf. Der 22-Jährige gewann drei Medaillen und wurde vierter im Gesamtweltcup.
Auch in diesem Winter gab es für Wellinger bereits Grund zum Jubeln. Neben einem Tagessieg in Nischni Tagil wurde Wellinger zweiter bei der Vierschanzentournee.
Zu den Großereignissen packt Skispringerin Carina Vogt ihre besten Sprünge aus. Sowohl bei den Olympischen Spielen in Sotschi, als auch bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun 2015 und Lahti 2017 gewann die 25-Jährige Gold im Einzel.
Im normalen Weltcupzirkus dagegen gewann sie erst ein Springen. Wenn sie ihre Kräfte für Olympia bündelt, kann sie ihren Titel in Pyeongchang verteidigen.
Viktoria Rebensburg hat in dieser Saison wieder zu alter Stärke gefunden. In ihrer Paradedisziplin Riesenslalom wurde die 28-Jährige bereits 2010 Olympiasiegerin. 2014 gewann sie Bronze in Sotschi.
In diesem Winter konnte Rebensburg bereits zwei Riesentorläufe gewinnen. Auch in den Disziplinen Abfahrt und Super-G ist mit ihr zu rechnen.
Die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot laufen seit 2014 zusammen. Mit Massot möchte die gebürtige Ukrainerin einen neuen Anlauf auf olympisches Gold nehmen.
2010 und 2014 reichte es jeweils nur zur Bronze. In diesem Jahr möchte Savchenko endlich den lang ersehnten Titel.
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