Olympische Winterspiele 2018: Antiterror-Übung in Pyeongchang

Die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang stehen nicht nur im Zeichen des Sports, sondern auch vor dem Hintergrund möglicher terroristischer Anschläge. Südkoreas Spezialeinheiten probten nun den Ernstfall.

Bei der Antiterror-Übung werden verschiedene Szenarien durchgespielt. Möglich sind neben Sprenganschlägen auch Angriffe mit biologischen oder chemischen Kampfstoffen.
Notfall-Einsatzkräfte in Schutzkleidung proben den Ernstfall eines Angriffs mit chemischen Kampfstoffen.
Die Polizei-Spezialeinheiten sind Teil der rund 420 Übungsteilnehmer. Das Olympiastadion von Pyeongchang liegt nur 80 km vor der schwer befestigten Grenze zu Nordkorea.
Die Sicherheitsübungen reichen von Geiselnahmen über das Szenario eines Fahrzeuges, das in das Stadion rasen will und umfassen Angriffe mit Giftgas sowie Drohnenangriffe.
Der Fokus liegt nicht nur auf islamistisch motiviertem Terror. Das südkoreanische Verteidigungsministerium weist darauf hin, dass Nordkorea auf terroristische oder Cyber-Angriffe zurückgreifen könnte, um das internationale Großereignis zu sabotieren.
Bei den Winterspielen in Peyongchang werden rund 5.000 Soldaten eingesetzt. Zudem hat das Organisationskomitee für die Spiele auch eine private Cyber-Sicherheitsfirma angeheuert, um sich gegen Hackerangriffe aus dem Norden zu schützen.
Notfalleinsatzkräfte stützen einen Mann, der einen Verletzten simuliert. Um das Risiko nordkoreanischer Aggressionen während der Spiele zu minimieren, hat Südkorea Washington aufgefordert, die gemeinsamen Militärübungen während der Olympischen Spiele auszusetzen.
Mit Dummys, die Opfer simulieren, proben diese Rettungskräfte.
Die Mitglieder eines SWAT-Teams schießen während der Übungen eine bombenbestückte Drohne ab, die auf einen Sportlerbus zufliegt.
Die Spezialkräfte stürmen in dieser Übung einen von Terroristen besetzten Bus mit Geiseln, der das Stadion zu rammen droht. In anderen Übungen entfernen Sondereinsatzkommandos in Gasmasken eine chemische Bombe.