Skeleton bietet alles, was Zuschauer mögen: Geschwindigkeit, Spannung und viel Adrenalin. Alle Informationen zu Skeleton bei Olympia 2018 finden Sie hier im Überblick.

Alle wichtigen Informationen zu Olympia finden Sie hier.

Skeleton: Aus der Schweiz zu Olympia

Skeleton ist eine Schlittensportart, die ihren Ursprung in den Kurgebieten der schweizerischen Skiregionen hat.

Der Name Skeleton (englisch: Skelett, Gerippe) ist auf die skelettartige Konstruktion des Schlittens zurückzuführen, auf denen die Athleten die Bahn runterjagen.

Der Sport Skeleton gehört nicht zu den Rodelsportarten, sondern zum Bobsport. Genauso wie beim Bobfahren machen rasante Abfahrten und scharfe Kurven Skeleton zu einem echten Spektakel.

Ausrüstung und Regeln

Wer sich mit dem Kopf voran in die Eisbahn stürzen möchte, braucht eine entsprechende Ausrüstung, um dies unbeschadet zu bewältigen.

Ausrüstung

Der Schlitten der Skeletonis ist zwischen 80 und 120 cm lang und zwischen 8 und 20 cm hoch. Eine starre Wanne mit Haltebügeln ist fest auf einem Stahlgerippe installiert.

An den Seiten, vorne und hinten befinden sich außerdem Prallbügel. Die Schlitten weisen ein Höchstgewicht von 43 kg bei den Männern und 35 kg bei den Frauen auf.

Das Gesamtgewicht von Sportler und Schlitten darf 115 kg bei den Männern nicht überschreiten, bei den Frauen sind es 92 kg.

Als Sportbekleidung dient ein einteiliger, leichter Stoffanzug, ein Schutzhelm mit Kinnschutz und Skeleton-Schuhe mit Spikes.

Damit auch die Zähne geschützt sind, trägt jeder Skeleton-Sportler einen Mundschutz.

Regeln

Die Wettbewerbe im Skeleton finden auf Bobbahnen statt. Die Athleten nehmen im Stehen Anlauf und springen bäuchlings auf ihre Skeleton-Schlitten.

Dann kann es auch schon losgehen. Mit dem Kopf voran rasen die Skeletoni mit bis zu 130 km/h die Eisbahn hinab. 1.200 bis 1.500 m ist die Strecke lang, 14 bis 22 Kurven müssen die Sportler passieren.

Jeder Fahrer bezwingt die Eisbahn insgesamt viermal. Am Ende werden die vier gemessenen Zeiten addiert; die 3 Sportler mit den besten Gesamtzeiten steigen auf das Siegertreppchen.

Die olympische Disziplin Skeleton in der Übersicht.

Medaillenfavoriten in Pyeongchang

Für die deutschen Athleten im Skeleton stehen die Chancen nicht schlecht, in Pyeongchang Edelmetall abzuräumen.

Axel Jungk erkämpfte sich bei der WM 2017 am Königssee die Silbermedaille bei den Herren und platzierte sich damit direkt hinter dem fünfmaligen Weltmeister Martins Dukurs aus Lettland.

Dukurs, der bei den letzten zwei Olympischen Winterspielen Silber holte, bleibt der Topfavorit für Olympia 2018.

Auch bei den deutschen Skeleton-Sportlerinnen liegt ein Medaillengewinn im Bereich des Möglichen.

Jacqueline Lölling und Tina Hermann holten bei der WM 2017 am Königssee Gold und Silber und haben damit die Messlatte für Olympia sehr hoch gelegt.

Lölling gewann bereits bei der WM 2015 Silber, Hermann holte 2016 Gold.

Skeleton: Ein Klassiker wird olympisch

Skeleton ist eine der ältesten olympischen Sportarten. Bereits 1926 nahm das IOC den Skeleton-Sport ins Programm der Winterspiele auf. 1928 feierte Skeleton dann in St. Moritz, Schweiz sein Olympia-Debüt.

Zwanzig Jahre vergingen, bis der Sport seinen zweiten und vorerst letzten olympischen Auftritt hatte. Es sollte bis zum Jahr 2002 dauern, bis bei Olympia Skeleton wieder im Programm stand.

Seit den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City, USA, ist Skeleton fester Bestandteil der Winterspiele.

Waren die ersten beiden Olympiaauftritte nur den Männern vorbehalten, sind seit der Wiedereinführung von Skeleton bei Olympia auch die Frauen mit einem eigenen Wettkampf vertreten.

Skeleton: Nationen im Vergleich

Bei lediglich sechs Winterspielen war Skeleton olympische Disziplin. Folglich wurden bisher erst zehn Goldmedaillen an Skeleton-Sportler vergeben.

Mit insgesamt achtmal Edelmetall, davon dreimal Gold, führen die USA den Medaillenspiegel in dieser Sportart an.

Dicht dahinter folgen das Vereinigte Königreich (sechs Medaillen, zweimal Gold) und Kanada (vier Medaillen, zweimal Gold).

Deutschland liegt mit einer Silber- und einer Bronzemedaille auf dem achten Rang.

Im Überblick: Termine, Austragungsort, Favoriten

Zwei Wettkämpfe im Skeleton werden bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang, Südkorea, stattfinden - Frauen und Männer treten getrennt an. Die jeweils vier Läufe werden auf zwei Tage verteilt.

Die folgenden Termine sind chronologisch angegeben.

Herren

  • Lauf 1 und 2: Do, 15.02., 02:00 Uhr MEZ
  • Lauf 3 und 4: Fr, 16.02., 01:30 Uhr MEZ

Damen

  • Lauf 1 und 2: Fr, 16.02., 12:20 Uhr MEZ
  • Lauf 3 und 4: Sa, 17.02., 12:20 Uhr MEZ

Austragungsort

Die Wettkämpfe im Skeleton bei Olympia finden im Alpensia Sliding Centre statt. Das Centre wird auch Austragungsort für die Disziplinen Rodeln und Bobfahren sein. 1.000 Sitzplätze und 6.000 Stehplätze stehen für die Zuschauer zur Verfügung.

Medaillenfavoriten

Herren

  • Martins Dukurs (Lettland)
  • Axel Jungk (Deutschland)

Damen

  • Jacqueline Lölling (Deutschland)
  • Tina Hermann (Deutschland)
Bildergalerie starten

Ski alpin: Weltcup der Herren 2017/18 - Gesamtwertung nach 36 Rennen

Der Weltcup-Winter der Alpinen stand ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Trotzdem war natürlich auch die große Kristallkugel wieder heiß begehrt. Marcel Hirscher sicherte sich den Gesamtweltcup am Ende souverän. Das waren die Top Ten.

© 1&1 Mail & Media