Zum 40. Geburtstag: Die Karriere-Highlights von Tennislegende Venus Williams

Venus Williams zählt heute zu den weltweiten Top-Spielerinnen im Tennis. Am 17. Juni feiert die US-Amerikanerin ihren 40. Geburtstag – und ist damit die älteste Spielerin unter den Top 100 der Weltrangliste. Ein Rückblick auf ihre Karriere-Highlights. © spot on news

Venus Ebony Starr Williams kam am 17. Juni 1980 in Lynwood, Kalifornien zur Welt. Schon zu Jugendzeiten unterstützten ihre Eltern sie und Schwester Serena im Tennissport. Das Ziel? Zumindest eine ihrer Töchter sollte es an die Weltspitze schaffen. Heute wechseln sich Venus und Serena regelmäßig an der Spitze ab.
Seit 1994 steht Venus Williams als Profi auf dem Court. Bei ihrem ersten WTA-Turnier in Stanford war sie gerade einmal 14 Jahre alt. 1997 setzte sie sich bis ins Finale der US Open durch, verlor am Ende jedoch gegen Martina Hingis (re.).
Im darauffolgenden Jahr fuhr Williams ihre ersten großen Siege ein: Gemeinsam mit Justin Gimelstob (re.) gewann die US-Amerikanerin sowohl die Australian als auch die French Open im Mixed.
2000 sicherte sich Venus Williams nicht nur die Titel der Grand-Slam-Turniere in Wimbledon und New York. Sie gewann zudem die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney im Einzel (Foto) und im Doppel mit Schwester Serena. Im darauffolgenden Jahr konnte Williams ihr spielerisches Niveau problemlos halten.
Weltweit hörte man inzwischen von den Williams-Schwestern im Tennis. Im Doppelpack holten sich die beiden 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking erneut Gold. Was die beiden unterscheidet? Während Serena (re.) für ihre aufbrausende Art bekannt ist, sei Venus "immer ruhig, das ist mein Stil", erklärte sie 2017 in einem Interview.
2005 sorgte Venus Williams mit ihrer Teilnahme an einem Tennismatch mit der türkischen Grand-Slam-Teilnehmerin İpek Şenoğlu auf der Bosporus-Brücke für ein Spektakel. Denn: Die Brücke verbindet Europa und Asien. Somit war es der erste Wettbewerb, der zeitgleich auf zwei verschiedenen Kontinenten stattfand.
2011 ging Williams mit einer ernsten Diagnose an die Öffentlichkeit: Sie leidet am Sjögren-Syndrom, einer chronisch verlaufenden Autoimmunerkrankung. Schon zuvor hatte sie über einen längeren Zeitraum Schwäche, Müdigkeit und wenig Energie auf dem Court bemerkt. Seither muss sich die Sportlerin ihre Kräfte bei Wettkämpfen bewusst einteilen.
Ihrem Karriereerfolg tat die Diagnose vorerst keinen Abbruch, im Gegenteil: 2012 heimsten die Williams-Schwestern bei den Olympischen Spielen in London erneut den Sieg im Doppel ein. Venus erhielt damit bereits ihre vierte Goldmedaille bei den Spielen – und war zu jener Zeit mit Schwester Serena die erfolgreichste Tennisspielerin bei Olympia.
2015 sicherte sich Venus Williams zum Saisonabschluss bei der WTA Elite Trophy ihren insgesamt 48. Titel im Einzel. Zudem verbesserte sie sich auf Platz sieben der Weltrangliste und wurde als "Comeback Player of the Year" bedacht.
Die nächsten Jahre konnte Venus Williams an ihre vorherigen Erfolge nicht mehr anknüpfen. Ihre Wettkämpfe waren weitestgehend von Niederlagen geprägt. Ende 2018 befand sie sich nur noch auf Platz 40 der Weltrangliste.
Dennoch kann Williams auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. 2002 führte sie elf Wochen die WTA-Weltrangliste an. Neben ihren Erfolgen im Doppel mit Schwester Serena hat Venus Williams ganze sieben Grand-Slam-Titel im Einzel vorzuweisen.
Neben dem Tennis ist Venus Williams auch als Designerin tätig. Mit EleVen rief sie vor einigen Jahren ihre eigene Sportmodelinie ins Leben. Darüber hinaus unterhält sie ein Büro für Innenarchitektur.