Zum 50. Geburtstag von Andre Agassi: Seine sportlichen und privaten Highlights

Am Mittwoch (29. April) feiert Andre Agassi seinen 50. Geburtstag. Jahrelang prägte er in den Neunzigern den Tennissport, stürzte ab und kehrte wieder zurück – auch dank seiner großen Liebe Steffi Graf. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Neben seinem großen Rivalen Pete Sampras prägte niemand den Tennissport in den Neunzigern so sehr wie Andre Agassi. Der in Las Vegas geborene US-Amerikaner gewann insgesamt acht Grand-Slam-Titel.
Das erste Mal triumphierte Andre Agassi 1992 bei einem Grand-Slam-Turnier – hier zusammen mit seiner damaligen Freundin Wendy Stewart. Nachdem sich der Rebell drei Jahre lang geweigert hatte, wegen der obligatorischen weißen Sportkleidung in Wimbledon anzutreten, schlug er dort bei seiner Premiere im Finale Goran Ivanisevic in fünf Sätzen.
Andre Agassi auf dem Tennisthron: Im Januar 1995 holte er sich durch den Sieg gegen Pete Sampras bei den Australian Open seinen dritten Grand-Slam-Titel, am 10. April des Jahres war er dann erstmals Weltranglistenerster. Seine legendären Duelle mit Sampras bestimmten jahrelang die Tenniswelt.
Meistens hieß der Sieger bei den großen Turnieren Pete Sampras, der mit 14 Grand Slams noch erfolgreicher war als Agassi. Über seinen größten sportlichen Rivalen schrieb Andre Agassi in seiner 2009 erschienenen Autobiografie "Open": "Wenn du nicht der Letzte bist, der gewinnt, bist du ein Verlierer. Und am Ende verliere ich immer, weil da ist immer Pete. Wie immer Pete."
1997 warf ihn eine Handgelenksverletzung zurück. Er verlor seinen Ehrgeiz und seine Lust am Tennisspielen.
Damals konsumierte er sogar regelmäßig Crystal Meth, wie er 2009 in seiner Autobiografie zugab. Auch an der bevorstehenden Hochzeit mit der Schauspielerin Brooke Shields begann er demnach zu zweifeln.
Doch Andre Agassi kämpfte sich an die Weltspitze zurück und siegte 1999 erstmals bei den French Open und erneut bei den US Open (Foto). Er holte somit jeden der vier Grand-Slam-Titel mindestens einmal – ein Kunststück, das bis heute nur acht Tennisspielern gelungen ist.
Zu dieser Zeit schwärmte Agassi bereits für eine der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten: Steffi Graf. 2001 heirateten die beiden und bekamen zwei Kinder, Jaden Gil und Jaz Elle.
Bis 2006 war Agassi als Spieler aktiv, zog sich dann aber wegen anhaltender Rückenprobleme aus dem Profisport zurück. Er widmete sich verstärkt seiner Familie und seiner Wohltätigkeitsarbeit, wie zum Beispiel der 1994 gegründeten Andre Agassi Foundation, die die Jugend von Las Vegas unterstützt. 2001 eröffnete Agassi eine öffentliche Schule für gefährdete Kinder.
Trotzdem blieben Graf und Agassi dem Tennissport auch nach dem Ende ihrer aktiven Karrieren – wie hier 2012 bei einem Charity-Match mit Elton John – verbunden.
Auch sein einstiger Konkurrent Boris Becker gratulierte Agassi zum 50sten: "Du warst einer der besten Spieler aller Zeiten und bist bis heute für Millionen ein Vorbild", erklärte er in der "Bild am Sonntag" - räumte aber ein, dass er damals "nicht viel mit ihm anfangen konnte": "Ich konnte deine zerrissenen Jeans, deine langen gefärbten Haare und deine Ohrringe nicht ernst nehmen."