Es war ein Match der verpassten Chancen und der großen Enttäuschung für Dominic Thiem. Der Niederösterreicher scheiterte in Montréal nach einem irren Tennis-Krimi früh gegen den argentinischen Underdog Diego Schwartzman.

In den vergangenen drei Jahren hat Dominic Thiem all seine Auftaktpartien beim kanadischen Masters-Turnier verloren. Gegen Gilles Simon, Ernests Gulbis und Kevin Anderson war jeweils Endstation für den Österreicher.

Vier Matchbälle reichen nicht gegen Schwartzman

Nun ist die Horror-Serie für den 23-Jährigen in die Verlängerung gegangen. Die Nummer 7 der Tennis-Welt verlor in Montréal zum Start ins Turnier gegen den Argentinier Diego Schwartzman mit 4:6, 7:6 (9:7) und 5:7.

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Besonders bitter war das Zustandekommen der Niederlage: Im dritten Satz vergab Thiem vier Matchbälle und blieb deshalb weiter ohne jeden Sieg beim Rogers Cup, der abwechselnd in Montréal und Toronto ausgetragen wird.

Nach einem missglückten ersten Durchgang kämpfte sich die Nummer 3 der Setzliste in die Partie und entschied den zweiten Satz nach einem hochdramatischen Tiebreak für sich.

Thiem verspielt im letzten Satz 5:2-Führung

Auch im entscheidenden Durchgang verlief zunächst alles nach Plan. Thiem erspielte sich eine schnelle 5:2-Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus. Bei Aufschlag Schwartzman vergab er jedoch die ersten beiden Matchbälle.

Der Weltranglisten-36. aus Argentinien lieferte Thiem daraufhin einen erbitterten Fight. Er breakte ihn - nachdem er einen weiteren Matchball abgewehrt hatte - zum 4:5 und war plötzlich wieder voll im Rennen.

Auch Thiem biss die Zähne zusammen und erkämpfte sich im folgenden Spiel eine Breakchance. Somit hieß es zum vierten Mal Matchball für den Niederösterreicher - doch Thiem vergab auch diese Chance.

Kleine Krise kurz vor den US Open

Was folgte war die fast schon logische Konsequenz: Thiem gab ein weiteres Aufschlagspiel zum 5:6 ab - und der ungesetzte Schwartzman nutzte bei eigenem Service seinen ersten Matchball zum Einzug ins Achtelfinale, wo er nun auf den Amerikaner Jared Donaldson treffen wird.

Thiem hadert derweil weiter mit seiner Form. Nach der bitteren Pleite gegen Anderson in Washington, bei der Thiem ebenfalls nach eigenem Matchball verloren hatte, wurde auch der nächste Stop der Nordamerika-Tour zur deftigen Enttäuschung für den 23-Jährigen.

Nun gilt es diese Erlebnisse schnell abzuhaken, um mit neuem Elan in die letzten Wochen vor den US Open zu starten. Denn spätestens in Flushing Meadows (ab 28. August) will Dominic Thiem wieder mit Erfolgen für Schlagzeilen sorgen - und nicht mit der Fortsetzung einer Pleiten-Serie.

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