Ausnahmespieler Roger Federer hat beim Rasenturnier in Halle am Freitag erneut ordentlich Arbeit. Dennoch ist der Schweizer gegen Außenseiter Ebden in den entscheidenden Momenten da und zieht ins Halbfinale ein.

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Roger Federer strebt weiter seinem zehnten Titel beim Rasen-Tennisturnier im westfälischen Halle entgegen. Die 36 Jahre alte Nummer eins der Weltrangliste setzte sich am Freitag allerdings mit Mühe gegen den ungesetzten Australier Matthiew Ebden mit 7:6 (7:2), 7:5 durch.

In der Runde der letzten Vier trifft der Titelverteidiger bei dem mit 1,984 Millionen Euro dotierten ATP-Turnier auf den US-Amerikaner Denis Kudla. Der 109. der Weltrangliste hatte das erste Viertelfinale gegen den Japaner Yüichi Sugita 6:2, 7:5 gewonnen.

"Es war ein hartes Stück Arbeit, denn Matthew hat sehr gut gespielt. Ich musste sehr kämpfen, meinen Rhythmus finden und bin nicht gut ins Spiel gekommen", gestand der Seriensieger.

Federer hatte bei dem deutschen Rasenturnier, das zu den wichtigen Events vor dem Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zählt, wie schon beim Dreisatzsieg im Achtelfinale gegen den Franzosen Benoit Paire Mühe.

Federer mit besseren Nerven

Ebden, der am Donnerstag Philipp Kohlschreiber ausgeschaltet hatte, leistete dem Ausnahmespieler große Gegenwehr. Bei wechselhaftem Wetter - das Dach in der Arena musste wegen Regens immer wieder geschlossen werden - führte die Nummer 60 der Welt mit 6:5. Doch Federer hatte im Tiebreak die besseren Nerven.

"Im zweiten Satz ging es dann ein bisschen hin und her, und manchmal war das schon frustrierend. Du musst gut reagieren, und ich glaube, letztlich habe ich es gut gemeistert", analysierte Federer. Im zweiten Durchgang führte Ebden bereits mit 5:4. Aber der Top-Favorit gewann dann die folgenden drei Spiele, wobei er gleich seinen ersten Matchball verwandelte.

Veranstalter und Zuschauer hatten auf eine Turnierentscheidung mit deutscher Beteiligung gehofft. Aber für die Ex-Champions Florian Meyer und Kohlschreiber war bereits am Donnerstag Endstation.

Und Hoffnungsträger Alexander Zverev, der Federer im vergangenen Jahr im Finale in zwei Sätzen unterlegen war, verlor gar das Auftaktmatch. Kleiner Trost: Mit seinem älteren Bruder Mischa Zverev steht er am Samstagmittag (11.30 Uhr) im Doppelhalbfinale.  © dpa