• Tennis-Routinier Philipp Kohlschreiber hat beim Rasen-Klassiker in Wimbledon den Sprung ins Hauptfeld und damit die letzte Grand-Slam-Turnier-Teilnahme seiner Karriere verpasst.
  • Zu Beginn der Woche hatte Kohlschreiber angekündigt, dass er seine Laufbahn nach Wimbledon beenden wird.

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Im Gewusel des Community Sports Centre in Roehampton platzte Philipp Kohlschreibers Traum vom Abschied auf der großen Tennisbühne. Auf den letzten Metern seiner Karriere reichte es nicht mehr zur Qualifikation für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Nach dem 7:6 (7:4), 3:6, 4:6 gegen Michail Kukuschkin aus Kasachstan ist Schluss - nach 21 Jahren auf der Profitour.

Seine Entscheidung hatte Kohlschreiber bereits am Montag verkündet: "Das wird mein letztes Turnier. Ich höre nach Wimbledon 2022 auf." Das Ende kam am Mittwoch auf einem der vielen Qualifikationsplätze im Londoner Südwesten, nur wenige Autominuten von der legendären Church Road in Wimbledon entfernt.

Kohlschreiber, der gut 13,7 Millionen Dollar an Preisgeldern gewonnen hat, blickt zurück auf eine "großartige und wundervolle Karriere". Viele Wünsche gingen in Erfüllung, aber das letzte Ziel, ein Schlusspunkt im All England Club, verpasste er. Dennoch: "Es war eine sehr lange Reise, ich habe tolle Erinnerungen. Besonders hier mit meinem größten Erfolg bei einem Grand Slam."

Kohlschreibers größter Erfolg: Viertelfinale bei Wimbledon 2012

2012 erreichte Kohlschreiber auf dem Heiligen Rasen im Londoner Südwesten das Viertelfinale. Insgesamt gewann der langjährige Davis-Cup-Spieler acht ATP-Titel, in der Weltrangliste kletterte er bis auf Platz 16. Besonders stark war er in der Heimat: Dreimal triumphierte er in München, je einmal in Halle/Westfalen und Düsseldorf.

Der Rücktritt kommt nicht überraschend. Er sei "nicht mehr so der Profi wie früher", hatte Kohlschreiber nach seinem Erstrunden-Aus in München Ende April gegen den 15 Jahre jüngeren Daniel Altmaier gesagt. Und weiter: "Die Chancen stehen sehr gut, dass ich hier zum letzten Mal ein Einzel gespielt habe."

In der Weltrangliste wurde Kohlschreiber nur noch auf Position 230 geführt. Da lauteten die Alternativen: Auf eine Wildcard hoffen oder wie zu Beginn der Karriere durch die Mühlen der Qualifikation gehen. Das muss nicht mehr sein, beschloss Kohlschreiber. Für Wimbledon macht er eine letzte Ausnahme. Auch wenn es nur noch nach Roehampton reichte, lohnte sich der Versuch. (dpa/AFP/lh)

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