Kranjska Gora (dpa) - Mikaela Shiffrin rast im alpinen Ski-Weltcup weiter von Sieg zu Sieg und sorgt für immer neue Verblüffung. Beim Slalom von Kranjska Gora feierte die Amerikanerin einen beeindruckenden Favoritensieg und fuhr damit den vierten Erfolg innerhalb von sieben Tagen ein.

"Das hat Spaß gemacht", sagte sie nach ihrem 40. Weltcup-Sieg, mit dem sie in der ewigen Bestenliste den Schweizer Pirmin Zurbriggen einholte. Shiffrin ist erst die dritte Rennfahrerin nach Annemarie Moser-Pröll (41) und Ingemar Stenmark (40), die diese Sieg-Marke vor dem 23. Geburtstag erreichte.

Aber auch eine deutsche Sportlerin konnte zufrieden sein, zumindest mit der Platzierung. Christina Geiger landete auf Rang sieben und fuhr damit ihr bestes Ergebnis dieses Olympia-Winters ein. Die Allgäuerin rangierte nach dem ersten Durchgang noch auf Platz sechs, rutschte im Finale dann aber noch einen Rang nach hinten. "Da wäre definitiv noch mehr gegangen", sagte sie in der ARD.

"Rein vom Ergebnis her ist das schon in Ordnung", sagte Sportdirektor Wolfgang Maier, ergänzte aber: "Das Ganze wird nur getrübt durch die Rückstände, die eingefahren werden." Dass Geiger als Siebte gewaltige 4,01 Sekunden Rückstand auf Shiffrin hatte, illustriert den Klassenunterschied zwischen der Siegerin und ihrer Konkurrenz.

Lena Dürr wurde bei dem Ersatzrennen für Maribor 13., hatte in den vergangenen Tagen erkrankt aber auf viele Trainings verzichten müssen. Marina Wallner patzte vor allem im ersten Lauf, handelte sich bei einem großen Fehler viel Rückstand ein und kam auf Platz 21. Die drei Athletinnen sind schon für die Olympischen Winterspiele qualifiziert.

In Pyeongchang will Shiffrin ihre phänomenale Form mit mindestens zwei Goldmedaillen krönen - sowohl im Slalom als Riesentorlauf ist sie momentan das Maß der Dinge. Nach dem Doppelsieg in den zwei Disziplinen am Wochenende in Kranjska Gora führt sie beide Wertungen an und liegt im Weltcup-Gesamtklassement mit 1181 Punkten schon 721 Zähler vor der zweitplatzierten Wendy Holdener aus der Schweiz.

"Das ist großartig und war schon immer mein Ziel", sagte Shiffrin zu ihrer Top-Form in den beiden technischen Disziplinen. In Slowenien verwies sie im Slalom Frida Handsdotter um 1,64 Sekunden und Holdener um 1,87 Sekunden auf die weiteren Ränge des Podests.  © dpa