Eine "Katastrophe": Diese Worte findet Ski-Ass Beat Feuz nach dem ersten Training für die Abfahrt in Kitzbühel. Die Piste sei in keinem Zustand für ein Rennen, befindet der Schweizer. Mit seiner Kritik ist er nicht alleine.

Nach dem ersten Training für die Weltcup-Abfahrt der Herren am Samstag in Kitzbühel hagelt es Kritik an den Pistenverhältnissen. Mehrere Ski-Asse befanden, dass vor allem die Sprünge in Mausefalle und Alte Schneise auf den schnellen Schneeverhältnissen bei hohem Luftstand zu weit gingen.

Hannes Reichelt: "Da hätte ich fast Skispringer werden können"

"Es war ganz schön zäh, die Sprünge Mausefalle und Alte Schneise gehen sicher 50 Meter weit, und der Luftstand ist brutal, da hätte ich fast ein Skispringer werden können", zitiert die Austria Presse Agentur (APA) den Österreicher Hannes Reichelt.

"Ich habe nur blaue Linien und Tore gesehen und nebenbei rote Netze. Und zwischendurch nur weiß, aber keine einzige Kontur. Das macht das Skifahren ganz schön schwierig", so Reichelt weiter.

Beat Feuz: "Sie müssen jetzt gut arbeiten"

Wengen-Sieger Beat Feuz äußerte nach dem Training massive Kritik. "Katastrophe. Die Piste ist so für mich in keinem Zustand, wie man ein Rennen fahren darf. Sie müssen jetzt gut arbeiten, dass sich die Piste am Wochenende etwas anders präsentiert. Vor allem die Sprünge."

Bis zum Wengen-Wochenende sei davon gesprochen worden, dass die Sicherheit vorgehe. Doch wenn es dann zur schwierigsten Strecke der Welt nach Kitzbühel gehe, seien die Sprünge schlecht gebaut: "Die Sicherheit geht vor, und das heute ist bei weitem nicht sicher".

FIS verspricht Anpassungen

Bei dem Training holte der Südtiroler Christof Innerhofer die Bestzeit vor Steven Nyman (USA, + 0,28 Sekunden), Aleksander Aamodt Kilde (NOR) und Matteo Marsaglia (ITA, je + 0,46 Sekunden), sowie Hannes Reichelt (AUT, + 0,50 Sekunden).

Als Reaktion auf die Kritik der Läufer versicherte FIS-Renndirektor Hannes Trinkl laut APA, dass man bei den zwei Sprüngen noch Änderungen vornehmen werde. (af)

Die Bilder von 2016 haben viele noch im Kopf: Horror-Stürze überschatteten damals die weltberühmte Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel. Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal gehörten damals zu denen, die es schwer erwischte. Nun stellen sie klar: Das darf nie wieder passieren.