Bitterer Schlag für Marcel Hirscher, der gerne so viel trainiert wie nur irgendwie möglich: Der sechsmalige alpine Gesamtweltcupsieger hat sich gleich beim ersten Schneetraining den linken Knöchel gebrochen und muss für sechs Wochen einen Gips tragen. Ein Video zeigt den Moment des Unfalls.

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Mit einem großen Gips am linken Fuß und auf einem aufblasbaren, rosafarbenen Schwimmutensil auf dem Wasser - so hatte sich Ski-Star Marcel Hirscher den Nachmittag seines ersten Skitags sicher nicht vorgestellt.

"Time for a break" (Zeit für eine Pause), schrieb der sechsmalige alpine Gesamtweltcupsieger zum Foto mit der bitteren Nachricht: Knöchelbruch, sechs Wochen Gips und eine empfindliche Unterbrechung in der Vorbereitung auf die Olympia-Saison.


Marcel Hirscher postet Unfall-Video

Immerhin: Eine Operation ist nach Angaben des Österreichischen Skiverbands vom Donnerstag nicht notwendig.

Wie lange der beste Skirennfahrer der Gegenwart und langjährige Konkurrent von Felix Neureuther insgesamt pausieren muss, war zehn Wochen vor dem ersten Weltcup-Rennen am letzten Oktober-Wochenende unklar.

Der 28 Jahre alte Skirennfahrer verletzte sich beim Slalom-Training auf dem Mölltaler Gletscher.

Auf einem Video, von Hirscher gepostet, ist zu sehen, wie er an einer kurzen Stange hängen bleibt. Dabei zieht es Hirscher das linke Bein weg, und er verliert den linken Ski. Dazu schrieb er: "Der nächste Skitag muss leider noch etwas warten..."


Olympia-Vorbereitung gefährdet

Hirscher ist mit Ausnahme eines Kahnbeinbruchs im linken Fuß vor
der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen praktisch unverletzt durch die
Karriere gekommen.

Er ist mit sechs Gesamtweltcupsiegen Rekordchampion, holte vier Mal Einzel-Gold bei Weltmeisterschaften - nur die Auszeichnung Olympiasieger fehlt ihm noch.

Bis zu den Winterspielen in Pyeongchang im Februar 2018 sollte der Knöchelbruch kein Handicap mehr sein. Die Vorbereitung aber leidet stark bei einem Athleten, der so diszipliniert und umfangreich trainiert wie Hirscher.

Für Marcel Hirscher könnte schon der kommende Olympia-Winter zur Abschiedstournee werden. Im "Krone"-Interview gibt er Einblicke in seine Gedanken zum möglichen Karriereende.


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