Mikaela Shiffrin fährt der Konkurrenz derzeit um Sekunden davon. Ihr Erfolgsgeheimnis erklärt die US-Amerikanerin sehr simpel.

Sie dominiert den Ski-Weltcup der Damen nach Belieben: Zwölf Podestplätze in 14 Rennen, davon neun Siege hat Mikaela Shiffrin in dieser Saison eingefahren. Am Sonntag hängte sie die zweitplatzierte Frida Hansdotter im Slalom um unglaubliche 1,64 Sekunden ab - Weltcupsieg Nummer 40 für die US-Amerikanerin.

Sie sei wirklich "superhappy", sagte Shiffrin nach ihrem Doppelpack in Kranjska Gora. Für ihre grandiose Form fand die 22-Jährige eine simple Erklärung: "Es macht mir derzeit einfach viel mehr Spaß als in den Jahren zuvor."

Mikaela Shiffrin: "Die Ski wollen nach unten"

"Ich habe das Gefühl, dass meine Ski auch trotz kleiner Fehler immer nach unten wollen", erklärte Shiffrin ihren Höhenflug. Auch das Umfeld passe - und sie genieße das Skifahren noch mehr als zuvor.

Obwohl sie ihre Kolleginnen derzeit völlig deklassiert, will Shiffrin "niemanden demotivieren, sondern eher motivieren". Vor allem im Riesentorlauf rechne sie noch mit einem harten Kampf. Schließlich seien ihre Läufe trotz der riesigen Vorsprünge nicht immer optimal.

Die 22-Jährige ist auf Rekordkurs

Derzeit steht Mikaela Shiffrin im Weltcup bei 1.281 Punkten und hat 721 Punkte Vorsprung, nach nur 18 Rennen. Damit hat sie Chancen, die bisherige Bestmarke von 2.180 Zählern in einer Saison zu toppen. Die hält Tina Maze - ebenso wie den Rekord für die meisten Podestplätze in einer Saison: nämlich 19.

Shiffrin wiegelt jedoch ab: "Natürlich wäre das schön. Aber ich habe das nicht so im Kopf, außerdem war das ein Ausnahmejahr von Tina." Bis zum Rekord sei es "noch ein weiter Weg".

Im März hatte die US-Amerikanerin erstmals den Gesamtweltcup geholt. Damals sagte sie noch, dieser habe sich unverdient angefühlt - weil so viele ihrer Konkurrentinnen verletzt ausgefallen waren.

Dieses Jahr könnte sie sich schon vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang die große Kristallkugel sichern. (ank)

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