Anna Veith am Podest, Ausfall von Lara Gut, ein vierter Platz von Mikaela Shiffrin: Dieser Super-G war für Überraschungen gut. Ilka Stuhec entscheidet das Rennen für sich.

Ilka Stuhec ist weiter in bestechender Form: Die Slowenin hat den Super-G von Cortina d'Ampezzo für sich entschieden. Es ist ihr erster nach drei Siegen in Abfahrt und Kombination. Zweite wurde wie schon in der Abfahrt die Italienerin Sofia Goggia (+ 0,31 Sekunden).

Anna Veith, die unter ihrem Mädchennamen Fenninger zweimal den Gesamtweltcup gewonnen hat, feierte derweil das erste Podium im siebten Rennen nach ihrem Comeback. Die Salzburgerin fuhr mit 0,70 Sekunden Rückstand auf Rang drei.

"Nur weil ich am Podest stehe, sind meine Probleme nicht weg. Es ist immer noch ein langer Weg bis dahin, wo ich hinwill", betonte Veith. Trotzdem sei sie froh, dafür belohnt zu werden, was sie auf sich genommen habe. "Natürlich kann ich etwas gelassener zur WM fahren - aber das ist immer eine eigene Sache."

Zuvor hatte Veith nach einer schweren Knieverletzung im Herbst 2015 mehr als ein Jahr im Weltcup gefehlt. Zweitbeste Österreicherin wurde Stephanie Venier auf Rang sechs (+ 0,90 Sekunden).

Shiffrin überrascht mit Platz vier

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin überrascht mit Platz vier (0,73 Sekunden). Für die Deutsche Viktoria Rebensburg reichte es einmal mehr knapp nicht fürs Podium: Nur 24 Stunden nach Rang vier in der Abfahrt führ sie mit 0,81 Sekunden Rückstand auf Platz fünf.

Lara Gut stürzt im Zielhang

Lara Gut kann im Gesamtweltcup keine Punkte auf Shiffrin gutmachen: Die Schweizerin war im oberen Teil trotz eines Fehlers schnell - nach der Panoramakurve war sie noch mit fünf Zehntel voran.

Die Einfahrt Zielhang nahm Gut jedoch zu direkt, bleibt am Tor hängen und stürzte. Bei der Abfahrt zum Ziel ließ sie einen Schmerzensschrei hören, schüttelte die rechte Hand und hielt sich den rechten Oberschenkel.

Im Ziel ging Gut zu Boden und blieb eine Weile im Schnee liegen. Sie dürfte sich jedoch nicht schwerer verletzt haben: Einige Minuten später gab sie bereits Entwarnung.

Beste Schweizerin wird nach Guts Ausfall Joana Hählen - mit einem Rückstand von 2,28 Sekunden. (ank)

Mit Material der dpa