Das war ein harter Kampf für die Riesentorlauf-Damen! Bei "brutalen" Bedingungen auf der Lenzerheide ist nur eine Französin schneller als Viktoria Rebensburg. Eine 19-Jährige holt Platz drei. Und eine blutjunge Schweizerin zeigt auf.

Mit einem weiteren Podestplatz hat Viktoria Rebensburg ihre Favoritenrolle für die Olympischen Winterspiele eindrucksvoll untermauert. Die beste deutsche Skirennfahrerin holte am Samstag bei einem komplizierten Riesenslalom auf der Lenzerheide Platz zwei.

Auf Weltmeisterin Tessa Worley fehlten der Kreutherin nach einer Aufholjagd im Finale nur sieben Hundertstelsekunden. "Das war brutal zu fahren", sagte Rebensburg in der ARD zu Bedingungen und Kurssetzung bei der Olympia-Generalprobe in ihrer Spezialdisziplin.

Slowenin Meta Hrovat überraschende Dritte

Dritte wurde überraschend die Slowenin Meta Hrovat, die von Platz 14 nach dem ersten Durchgang bis auf das Podium fuhr und dabei reihum Favoritinnen wie die aktuell etwas kriselnde Mikaela Shiffrin aus den USA düpierte. Die Weltcup-Gesamtführende landete auf Rang sieben.

Für die ÖSV-Damen setzte es im letzten Riesentorlauf vor Olympia eine ordentliche Pleite. Bernadette Schild wurde mit 2,13 Sekunden Rückstand auf Worley als 9. beste Österreicherin. Stephanie Brunner (+ 2,20 Sekunden) und Ricarda Haaser (+ 2,22 Sekunden) folgten knapp dahinter auf den Rängen elf und zwölf.

Junge Schweizerin zeigt auf

Für die zweite Überraschung des Tages - nach Platz drei für die 19-jährige Meta Hrovat - sorgte eine junge Schweizerin: Simone Wild fehlten nur vier Hundertstel auf das Podest.

Die 24-jährige Zürcherin, die in der laufenden Saison bisher nie über Rang 21 hinausgekommen war, verbesserte sich im zweiten Durchgang von Zwischenrang neun auf Platz vier - und feierte ihr bestes Weltcup-Ergebnis.

Wild löst damit auch ihr RTL-Ticket für Olympia. Die Spiele im südkoreanischen Pyeongchang finden von 9. bis 25. Februar statt. (ank/dpa)