Viktoria Rebensburg ist eine der besten Riesenslalom-Läuferinnen der Ski-Geschichte

Viktoria Rebensburg gehört zu den schnellsten Skirennläuferinnen Europas und bringt von den Olympischen Spielen 2010 ihr erstes Gold für Deutschland mit nach Hause. Spätestens von da an ist sie in jedem Riesenslalom-Rennen eine Anwärterin auf den Sieg - und sie hält dem Druck meist stand. © spot on news

Viktoria Rebensburg wird am 4. Oktober 1989 im oberbayrischen Kreuth am Tegernsee geboren. Bereits im Alter von drei Jahren steht sie auf Skiern und ist dank eines ausgeklügelten Fahrstils schon bald schneller als ihre Mitstreiterinnen. Rebensburg fällt dem DSV auf, der sie bereits als 15-Jährige in seinen C-Kader aufnimmt.
Bei der Deutschen Meisterschaft im März 2006 in Oberstdorf sorgt Rebensburg erstmals für größeres Aufsehen. Im Alter von 16 Jahren gewinnt sie den Titel im Super-G. Ein Jahr später rast Rebensburg in Zwiesel erstmals in einem Weltcup-Rennen unter die besten Zehn (Bild). In ihrer Spezialdisziplin Riesenslalom wird sie Siebte.
Am 15. Dezember 2006 ist Rebensburg noch nicht soweit, als sie auf der Reiteralm in der Super-Kombination erstmals im Weltcup auftaucht. Sie scheidet aus. Am Tag darauf wird sie im Super-G an gleicher Stelle aber immerhin 38.
Endlich Gold: Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2008 im spanischen Formigal holt Rebensburg den Titel im Super-G. Dabei bleibt es nicht. Rebensburg bringt von diesem Event auch noch Silber im Riesenslalom sowie Bronze in der Abfahrt mit nach Hause. Auch 2009 wird das damals 19-jährige Talent zwei Mal Junioren-Weltmeisterin.
Ihre konstant guten Ergebnisse und vor allem ihre Schnelligkeit sorgen dafür, dass Rebensburg 2010 erstmals zu den Olympischen Winterspielen reist. In Vancouver in Kanada fährt sie zu Gold im Riesenslalom.
Gemeinsam mit anderen erfolgreichen Skisportlern aus Deutschland darf Rebensburg nach Olympia zu Bundespräsident Horst Köhler und erhält mit dem Silbernen Lorbeerblatt die höchste sportliche Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland.
Mit Vancouver hat Rebensburg in die Erfolgsspur gefunden und etabliert sich in der Weltklasse. In der Saison 2012/13 steigt die Olympiasiegerin im Weltcup fünf Mal aufs Podest. 2014 fährt sie als Titelverteidigerin im Riesenslalom bei den Spielen in Sotschi zu Bronze. Da sie mit einer Bronchitis ins Rennen geht, ist dieser Erfolg umso höher zu bewerten.
Das Glück aber bleibt ihr nicht hold. Ein Schienbeinkopfbruchsetzt sie vor dem Saisonstart 2016/17 in Sölden außer Gefecht. Sie kommt jedoch schnell zurück und gewinnt im Jahr darauf den Riesenslalom in Sölden. 2018/19 holt sie bei der WM in Are in ihrer Spezialdisziplin Silber und gewinnt im Weltcup-Finale den Super-G von Soldeu in Andorra.
Nach der wechselvoll verlaufenen WM in Åre lautet ihre beeindruckende Karriere-Bilanz: vier Mal Gold, drei Mal Silber, zwei Mal Bronze und 17 Einzel-Weltcupsiege. Außerdem ist die Zollwachmeisterin Mitglied des Ski-Zoll-Teams. Ihre Hobbys verrät sie auf ihrer privaten Homepage ebenfalls: Golf, Familie und Freunde treffen und Kochen.