Wind-Chaos am Bergisel: Beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck wird das Gesamtklassement durcheinandergewürfelt. Markus Eisenbichler und Stefan Kraft werden die Bedingungen zum Verhängnis.

Der norwegische Skispringer Daniel Andre Tande hat das dritte Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck gewonnen. Mit einem Satz auf 128,5 Meter übernahm er vor dem Finale am Freitag in Bischofshofen auch die Führung in der Gesamtwertung vor Kamil Stoch aus Polen, der Vierter wurde.

Tageszweiter wurde Tandes Landsmann Robert Johansson, der auf 133 Meter kam. Dahinter folgte der Russe Jewgeni Klimow.

ÖSV-Star und dem bisherigen Tourneezweiten Stefan Kraft wurden die Bedingungen zum Verhängnis. Er landete nur auf dem 18. Platz und verliert in der Gesamtwertung wertvolle Punkte auf den nun führenden Tande.

Bester Österreicher wurde Manuel Fettner auf Platz sieben. Clemens Aigner belegte Platz 23, Andreas Kofler wurde 29. Florian Altenburger stürzte bei seinem Versuch, blieb jedoch unverletzt. Österreichs Nummer zwei, Michael Hayböck, konnte aufgrund von Krankheit nicht antreten.

Der als neue deutsche Hoffnung gefeierte Markus Eisenbichler hat dagegen alle Chancen eingebüßt. Beim wegen starken Windes und einbrechender Dunkelheit zur Halbzeit abgebrochenen Chaos-Springen kam der 25-Jährige am Mittwoch mit 112 Metern nur auf Rang 31 und fiel im Kampf um eine Top-Platzierung im Gesamtklassement weit zurück.

Stephan Leyhe trotzte den Bedingungen und belegte mit 120,5 Metern als bester DSV-Springer Rang elf. Einen ordentlichen Wettkampf lieferten auch Andreas Wellinger als 13. und Karl Geiger auf Rang 15 ab. Richard Freitag kam dagegen nur auf Platz 30. Severin Freund hatte am Dienstagabend wegen eines grippalen Infekts die Tournee verlassen. (dpa/ms/ank)