Die Vorrunde der Frauen-WM 2015 geht zu Ende, die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel gegen Thailand gewonnen. Auf und abseits des Platzes überschlagen sich die Ereignisse: Der Kunstrasen sorgt für große Probleme, die Spielerinnen bekommen Heiratsanträge und die Schwedinnen fallen durch eine Shoppingtour auf: Ein Blick auf die kuriosen Geschichten des Turniers.

Kunstrasen:

Sie hatten alles versucht um zu verhindern, dass die WM auf Kunstrasen gespielt wird. Mehrere Spielerinnen hatten im Vorfeld Klage gegen die Fifa eingereicht. Der Kunstrasen sei "zweitklassig, diskriminierend, illegal". Die Klage wurde abgewiesen. Die WM wird auf Kunstrasen ausgetragen. Und schon in den ersten Spielen zeigt sich, weshalb das keine besonders gute Idee war. Denn der "Rasen" heizt sich wahnsinnig auf. Bis zu 49 Grad wurden schon gemessen. "Unser Spiel ist sehr kraftraubend und kostet auf so einem heißen Boden natürlich doppelt und dreifach Energie", beschwert sich die deutsche Torhüterin Nadine Angerer.

Auch die Verletzungsgefahr auf dem Kunstrasen ist höher. "Der Ball springt anders und man überlegt sich, ob man wirklich in ein Tackling gehen oder grätschen soll, weil man sich dann blutige Knie holt und sich die Hüfte aufschürft", sagt US-Stürmerin Abbey Wambach.

Wenn man sich die blutige Stutzen der australischen Spielerin Samantha Kerr anschaut, muss man Wambach fast glauben.

Heiratsanträge:

Wie die Damenwelt bei Zlatan Ibrahimovic oder Mats Hummels ins Schmachten gerät, so lösen Melanie Leupolz, Alexandra Popp und andere Nationalspielerinnen bei der Männerwelt Herzklopfen aus. Auch der eine oder andere Heiratsantrag wird via Twitter an die Damen gerichtet.

Bananenzauber:

Lena Petermann vom SC Freiburg pflegt vor jedem Spiel ein ganz bestimmtes Ritual: Sie isst eine Banane mit Erdnussbutter, weiß die "Bild". Im Spiel gegen Thailand traf Petermann gleich doppelt. So eine Banane gibt eben Energie.

Im Bett mit Nadine Angerer:

Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen machte sich Torjägerin Elise Thorsnes über die deutsche Torfrau Nadine Angerer lustig. Auf Instagram postete die Norwegerin ein Bild, das sie mit einer Pappversion von Nadine Angerer zeigt. Die Bildunterschrift: "Im Bett mit dem Feind".

Natürlich gibt es eine Vorgeschichte: Im EM-Finale 2013 hielt Angerer gegen die Norwegerinnen gleich zwei Elfmeter. Kein Wunder, dass die Torhüterin seither als "Feind" bekannt ist.

Lieber shoppen als trainieren:

Am Samstag traf die schwedische Nationalelf auf den Favoriten aus den USA. Ein Knallerspiel, das offenbar von Seiten der Schwedinnen eine ganz spezielle Vorbereitung erforderte. Anstatt nämlich brav zu trainieren, bekamen die Skandinavierinnen von ihrer Trainerin einen Tag frei und gingen shoppen. Das berichteten schwedische Medien.

Am Ende ging das Spiel mit 0:0 aus. Ein Punkt und etwas Neues zum Anziehen. Besser kann es fast nicht laufen.

Bestes Zitat:

"Ich bin hier nicht bei der Mathematik-Olympiade." (DFB-Abwehrspielerin Tabea Kemme vor dem letzten Vorrundenspiel bei der Fußball-WM gegen Thailand zu Rechenspielen in Bezug auf die Gruppenkonstellation)

Deutsche Fans in Kanada:

Tatsächlich hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft auch Fans in Kanada. In der deutschen Gemeinde in Winnipeg war zum Spiel der DFB-Elf gegen Thailand eine große Party geplant. Und die ortsansässige Kneipe wittert bereits das große Geschäft: "Während der WM der Männer in Brasilien ist hier soviel Bier geflossen wie noch nie. Und alles blieb total friedlich", erzählt die Wirtin. Na dann, viel Spaß!

(ska)