Hej København, hej UNICEF! Das Stiftungsteam bekam die einmalige Chance, dem Zentrallager von UNICEF in der dänischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten.

Helfen Sie mit Ihrer Spende Kindern in Not. Werden Sie UNICEF-Pate.

Beeindruckend ist es – nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern auch wegen der Menschen, die dort arbeiten. Kommunikationsexpertin Joan heißt uns bereits am Eingang willkommen. Sie ist heute für uns verantwortlich und verspricht einen umfassenden Blick hinter die Kulissen.

Fakten zum UNICEF-Warenlager

Mit 20.000 Quadratmetern ist das Depot etwa so groß wie drei Fußballfelder und zählt zu den größten humanitären Warenlagern der Welt. Es hat 400 Mitarbeiter und ist zu jedem Zeitpunkt in der Lage, 250.000 Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen. Insgesamt lagern dort rund 850 verschiedene Hilfsgüter - darunter Medikamente, Wasserreinigungstabletten, Moskitonetze und vieles mehr.

Joan gibt uns ausführliche Informationen rund um das Warenlager.

Die Hallen des Warenlagers

Nach einer umfassenden Einführung von Joan beginnt der Rundgang durch die beeindruckenden Hallen. Wir sehen Gabelstapler, die Hilfsgüter auf Paletten stapeln, bevor sie in den Weiten der Hallen verschwinden. Ein anderer verlädt blaue Pakete in einen LKW, die einen Stempel von UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) tragen. Joan erzählt, dass UNICEF Lagerplatz an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen verleiht, weil UNHCR selbst nicht über ausreichend Platz verfügt. Laut der Kommunikationsexpertin handelt es sich bei den blauen Paketen um Zelte für Flüchtlinge.

Ein Blick in die großen Hallen des Warenlagers.
Ein Gabelstapler verlädt Hilfsgüter - hier von UNHCR.

Wir sehen außerdem die Verpackungsstation, wo zu Krisenzeiten zig Helfer zahlreiche Güter verpacken. Nach ein paar weiteren Schritten stehen wir in der nächsten Halle vor meterhohen Stahlrohrregalen. Wir legen den Kopf in den Nacken, um die 24 Meter hohen, 60 Meter breiten und 150 Meter tiefen Regalreihen zu erfassen, in denen Hunderte Hilfsgüter lagern.

Beeindruckend: Meterhohe Regale mit zahlreichen Hilfsgütern.

UNICEF zum Anfassen

Unser Rundgang führt uns ein Stockwerk tiefer. Im sogenannten Showroom finden wir verschiedene Hilfsgüter, die im Lager vorrätig sind. So sehen wir unterschiedliche Kits – also Kisten, die für einen bestimmten Zweck befüllt sind. Wie zum Beispiel das Kit "School in a Box", das bis oben hin voll mit Schulmaterial ist.

Beispiel-Kit: Die "School in a Box" enthält...
... Kreide, Tafeln, Schulhefte und vieles mehr.

Oder das "Wash & Dignity Kit". Eine Kiste, die mit Hygieneartikeln für insgesamt fünf Familien vollgepackt ist und rund einen Monat lang ausreicht. Der Aspekt "dignity", zu Deutsch "Würde", bezieht sich auf die Artikel für heranwachsende Mädchen und Frauen während ihrer Menstruation. Die Kits, so Joan, werden stetig optimiert, damit sie zu jeder Zeit bestmöglich auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Um diese herauszufinden, stehen UNICEF-Helfer in den einzelnen Krisen- und Entwicklungsländern im Austausch mit den Menschen vor Ort.

Zahnpasta, Zahnbürsten & Co.: Bestandteile des "Wash & Dignity Kits".

Begegnung mit beeindruckenden Menschen

Nach unserem Rundgang versammeln wir uns zu einem gemeinsamen Mittagessen und lernen weitere UNICEF-Mitarbeiter kennen. Peta, ursprünglich aus Kanada, ist Notfall-Managerin und war bereits in den verschiedensten Krisengebieten unterwegs. Phillip aus Athen lebte lange im Irak und arbeite zurzeit im Impfzentrum. Und Tabinda. Die aus Pakistan stammende junge Frau hat bereits 25 Einsätze in Entwicklungs- und Krisenländern hinter sich. Demnächst steht wieder einer an, sie geht nach Damaskus. Bereits zum zweiten Mal besucht Tabinda Syriens Hauptstadt.

"Ich versuche Kinderleben zu retten"

Ein Schritt, der Tapferkeit erfordert und tiefsten Respekt verdient. Sie erzählt, dass sich vor allem ihre Schwester große Sorgen um sie macht. Auf die Frage, ob sie keine Angst habe, antwortet sie: "Ich versuche mich bei diesem Aufenthalt auf zwei Dinge zu konzentrieren: Auf das wunderbare Team vor Ort und auf die Kinder." Dann fügt sie hinzu: "Ich werde zwei Jahre dort sein und versuchen Kinderleben zu retten. Das ist es wert!"

Gruppenbild (v.l.): Joan Howe (UNICEF Supply Division), Delia Kaiser (DZ Bank), Andreas Rotte (UNICEF Deutschland), Bettina Kaltenhäuser (UNICEF Deutschland), Thomas Rebbe (Chefredakteur WEB.DE und GMX), Giulia Arcidiacono (Ikea Deutschland), Laura Engels (H&M Deutschland), Hendrick Heuermann (H&M Deutschland) und Kathrin Staudinger (United Internet for UNICEF)