Lady Di: Doku-Flut zu Prinzessin Diana im TV

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Sie war das Gesicht der britischen Monarchie, liebende Mutter, Stilikone - und sie war gerade einmal 36 Jahre alt, als sie starb. Der Todestag von Prinzessin Diana jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal - und das Fernsehen widmet sich ausgiebig der "Königin der Herzen". Ein Überblick. © teleschau - der mediendienst GmbH

20 Jahre sind vergangen, seit Lady Di bei einem Autounfall in Paris am 31. August 1997 starb. 2,5 Milliarden Fernsehzuschauer in 187 Ländern nahmen am Tag der Beisetzung Abschied. Zu ihrem Todestag gibt es zahlreiche Filme und Dokus.
... war Diana berechnend? War sie es doch höchstselbst, die Details über die Ehe mit Charles, ihre Bulimie und Selbstmordversuche in die Öffentlichkeit trug. Dennoch sind sich die Macher der Doku sicher: "Prinzessin Diana hat das britische Königshaus moderner und menschlicher gemacht - und der Monarchie in Großbritannien damit einen Dienst von unschätzbarem Wert erwiesen."
Die Doku "Diana: In her own Words" enthalte brisante Aussagen, die vor allem auf Harry und William verstörend wirken könnten, behauptet Lady Dis Bruder Charles Spencer - weshalb er und Freunde der verunglückten Prinzessin die Ausstrahlung am 6. August im britischen Channel 4 mit allen Mitteln verhindern wollen.
In erster Linie stützt sich "Diana: In her own Words" auf Gespräche zwischen Diana und ihrem Stimmtrainer Peter Settelen aus den Jahren 1992 und 1993. Dem Sender zufolge soll sie sich darin ausführlich über die Ehe mit Prinz Charles und ihr öffentliches Leben auslassen - intime und pikante Geständnisse inklusive.
Oliver Hirschbiegels ("Der Untergang") Biopic "Diana" (20. August, ZDF, 14:45 Uhr) beginnt, als alles schon vorbei ist: Prinzessin Diana (Naomi Watts) hat sich gerade von Prinz Charles getrennt und wartet im Kensington Palace auf die Scheidung. Da lernt sie ...
... den Herzchirurgen Hasnat Khan (Naveen Andrews) kennen und verliebt sich in ihn. Doch der pakistanische Arzt hat zunehmend Probleme, das Versteckspiel, dem das Paar unterworfen ist, zu akzeptieren.
Heimliche Fahrten im Kofferraum und Hetzjagden durch Fotografen: Die Beziehung wird auf immer neue Bewährungsproben gestellt, bis sie zerbricht. Diana verlässt ihre wohl einzige wahre Liebe, lernt einen neuen Mann kennen und kommt am 31. August 1997 tragisch bei einem Autounfall ums Leben.
"Zum ersten Mal reden wir öffentlich über sie als Mutter", besinnen sich die Prinzen William und Harry in der Doku "Unsere Mutter Diana" (21. August, ARD, 20:15 Uhr) - während sie in Fotoalben blättern und das kurze gemeinsame Familienglück mit allerlei Erinnerungen und Anekdoten Revue passieren lassen.
"Sie war die beste Mutter der Welt, sie hat uns mit Liebe umschlungen, das ist klar. Aber sie war auch ziemlich frech", verrät Harry in beeindruckend intimen Szenen. Und Prinz William gibt weitere Einblicke in ihre Persönlichkeit: "Sie war völlig natürlich, sie liebte es zu lachen und wollte immer viel Spaß haben."
Die Doku "Prinzessin Diana - Unfall oder Mord?" beim Pay-TV-Sender A&E (20. August, 20:15 Uhr) hinterfragt den Hergang der Tragödie. Wem hätte der Tod der "Königin der Herzen" genutzt? Hat das britische Königshaus etwas mit Dianas Ableben zu tun? War ihnen Dianas Liebschaft mit dem Unternehmer Dodi Al-Fayed ein Dorn im Auge?
Mithilfe von Experteninterviews und exklusivem Archivmaterial werden diverse Unklarheiten rund um die Todesfahrt analysiert. Zu Wort kommen unter anderem Dianas Ex-Butler Paul Burrell, Michael Cole, der ehemalige Sprecher der Familie Al-Fayed, sowie Alan Power, Autor des Buches "The Princess Diana Conspiracy".
Mit verschiedensten Verschwörungstheorien rund um das Ableben von Lady Di will dagegen der australische Ermittler Colin McLaren aufräumen. Er rollt den Fall noch einmal auf und erläutert in der deutschen Erstausstrahlung "Die Akte Diana - Tod einer Prinzessin" (27. August, Sat.1 Gold, 20:15 Uhr), wie es zu dem Unfall kam.
Er zeigt, was es mit dem "mysteriösen weißen Auto" auf sich hat, das sich zum selben Zeitpunkt im Tunnel aufgehalten haben muss - aber in den Ermittlungsakten nicht auftaucht. Und er erklärt mithilfe von Stuntfahrern, welche Auswirkungen die Geschwindigkeit des Mercedes hatte.
Vox wagt mit dem vier Stunden langen Doku-Abend "Diana - Die Tragödie einer Prinzessin" am 26. August (20:15 Uhr) den Rundumschlag: Wer war Diana Frances Spencer wirklich? Wie wurde das schüchterne Mädchen zum Medienstar, zur Mode-Ikone, zur Botschafterin für die Armen und Hilflosen? Und wie erging es der Familie und dem ganzen Königreich nach ihrem Tod?
Bislang unveröffentlichte Mitschnitte und Aufnahmen beleuchten ihre Ehekrise mit Prinz Charles, dessen Verhältnis zu Camilla Parker Bowles und den Umgang der Königsfamilie mit ihr.
Freunde und Weggefährten wie ihr Butler Paul Burrell, ihr Privatsekretär Patrick Jephson und der Journalist Richard Kay kommen ebenso zu Wort wie Prominente, darunter Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sowie Designer Guido Maria Kretschmer.
"Größtenteils noch nie veröffentlichte Tonaufnahmen" verspricht die Doku "Diana: Die geheimen Interviews" (26. August, National Geographic, 21:00 Uhr). Sie sollen die Unterschiede zwischen der öffentlichen und privaten Diana zeigen. Postnatale Depression, Bulimie und ihre lähmende Angst sind ebenso Themen wie die zerrüttete Ehe mit Charles.
Auch RTL begibt sich auf die Suche nach "Antworten": Peter Kloeppel, Frauke Ludowig und Katja Burkard blicken auf das Phänomen "Diana" zurück und lassen in der Doku ihren Fitnesstrainer Jason Steele exklusiv zu Wort kommen.
Er berichtet davon, wie glücklich die Prinzessin zuletzt mit Dodi Al-Fayed gewesen sei. Aber auch Diana selbst kommt zu Wort: In einem emotionalen Interview spricht sie über die Ehe mit Charles, von ihrer Nebenbuhlerin Camilla, von ihren Ängsten und ihrem Kampf gegen Essstörungen und Depression.
Ausgehend von der tödlichen Hetzjagd in dem Pariser Tunnel beleuchtet die Dokumentation "Jagd auf Diana - Mit Blitzlicht in den Tod" (29. August, n-tv, 20:15 Uhr) das ambivalente Verhältnis zwischen der Prinzessin und den Paparazzi. Einerseits wurde Diana rund um die Uhr belagert, andererseits ...
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