Prinz Philip wird 98: Ein Leben im Schatten der Queen

Am 28. Mai feiert Prinz Philip seine 98. Geburtstag. Der auf Korfu geboren Royal stand große Teile seines Lebens in Schatten seiner Gattin Queen Elizabeth. Wir blicken zurück auf sein Leben. © spot on news

Am 10. Juni 1921 wird Philippos Andreou von Griechenland und Dänemark auf der griechischen Insel Korfu als einziger Sohn von Prinz Andreas von Griechenland und Prinzessin Alice von Battenberg geboren. Er ist Spross des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, in seinem Stammbaum gibt es viele Deutsche.
Seine Kindheit ist von vielen Konflikten geprägt: Die Familie muss kurz nach Philips Geburt ins Exil. Während der Vater nach Monaco zieht, geht die Mutter nach Paris. Philip wächst in Internaten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf. In Großbritannien geht er schließlich auf das Royal Naval College in Dartmouth.
Dort lernt er 1939 seine spätere Frau kennen. Elizabeth besucht gemeinsam mit ihrem Vater König George IV. und ihrer Schwester Margaret die Einrichtung. Es soll sofort gefunkt haben - sie war damals 13, er 18 Jahre alt.
Während des Zweiten Weltkriegs und auch danach halten die beiden engen Kontakt. Den Beratern von König Georg VI. und den Abgeordneten im Unterhaus ist die Liebe ein Dorn im Auge. Schließlich hatten drei von Philips Schwestern Männern geheiratet, die in Nazi-Deutschland Karriere gemacht hatten.
Doch Elizabeth lässt sich nicht beirren. Am 20. November 1947 läuten in Londons Westminster Abbey schließlich die Hochzeitsglocken.
Nach Elizabeths Krönung am 2. Juni 1953 begleitet Philip seine Frau auf ihren Reisen rund um den Globus und repräsentiert das Königshaus bei unzähligen Terminen und Veranstaltungen.
Dabei geht er bei offiziellen Anlässen artig stets ein paar Schritte hinter ihr. In früheren Jahren beschwert er sich über seine "Nebenrolle“, doch dann entwickelt er sich zur wichtigsten Stütze seiner Frau.
Das Paar bekommt vier Kinder: Prinz Charles (*1948), Prinzessin Anne (*1950), Prinz Andrew (*1960) und Prinz Edward (*1964).
Legendär und berüchtigt sind vor allem Philips undiplomatische Sprüche bei öffentlichen royalen Auftritten, die ihm den Spitznamen Prinz Fettnäpfchen einbringen. Zu einem britischen Austauschstudenten sagt er während eines China-Besuches 1986 etwa: "Wenn Sie noch viel länger hier bleiben, werden Sie mit Schlitzaugen nach Hause kommen.“
Fast 70 Jahre lang erfüllt Philip den Job des Prinzgemahls pflichtbewusst und absolviert unglaubliche 22.191 öffentliche Veranstaltungen für das Königshaus.
Anfang Mai 2017 gibt der Buckingham Palast bekannt, dass sich Prinz Philip von allen Verpflichtungen zurückziehen und öffentlich nicht mehr in Erscheinung treten werde. Am 2. August 2017 absolviert er seinen letzten offiziellen Auftritt.
Für Schlagzeilen sorgte Prinz Philip aber dennoch. Im Januar 2019 war der Gatte der Queen in einen schweren Autounfall verwickelt. Dabei krachte er mit seinem Wagen gegen ein anderes Fahrzeug. Anders als der Prinz selbst, wurden durch den Aufprall zwei Frauen verletzt.
Strafrechtlich wurde Philip im Anschluss an den Unfall nicht belangt. Allerdings kam es zu einer Kontroverse, weil der Prinz sich erst mit starker Verspätung und nach Kritik aus der Öffentlichkeit bei den zwei verletzen Frauen entschuldigte. Einige Wochen nach dem Unfall entschied sich der Prinz, seinen Führerschein freiwillig abzugeben.