Das britische Königshaus hat am späten Mittwochabend alle seine in Großbritannien angestellten Bediensteten zu einem "Notfall-Treffen" (Emergency Meeting) nach London einberufen, berichten britische Medien. Angestellte sowie Beobachter seien irritiert über das "in höchstem Maße ungewöhnliche" Vorgehen. Offizielle Quellen mahnen zur Zurückhaltung.

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte eine Sprecherin des Buckingham Palastes: "Wir haben mehrere solcher Treffen im Jahr, das ist nicht ungewöhnlich."

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Demgegenüber zitiert dailymail.com einen nicht namentlich genannten Angestellten, der auf den nächtlichen Zeitpunkt der Einberufung verweist.

Dies sei "in höchstem Maße ungewöhnlich und lässt erahnen, dass etwas von großer Bedeutung verkündet werden soll".

Sprecher: Queen und Prinz Philip "nicht tot"

Andere Quellen warnen vor voreiligen Schlüssen und Spekulationen, da eine solche Einberufung durch den Hof-Kämmerer in der Tat hin und wieder vorkäme.

Am heutigen Vormittag wollen der Leiter des britischen Hofes sowie Christopher Geidt, Privatsekretär und engster Berater der Queen, die Angestellten aufklären.

Die konkreten Hintergründe des Treffens liegen völlig im Dunkeln, doch der Vorgang schürte in den sozialen Medien prompt Sorgen um die Gesundheit der 91 Jahre alten Queen und ihres vier Jahre älteren Mannes Prinz Philip.

Auch über einen möglichen Verzicht Prinz Charles' auf den Thron wurde in den sozialen Medien spekuliert.

Kein Grund zur Sorge

Das öffentlich-rechtliche TV Neuseeland zitiert indes die Aussage eines Pressesprechers des Buckingham Palastes in der neuseeländischen Nachrichtensendung 1News: "Sie können davon ausgehen, dass die Königin und Prinz Philip nicht tot sind". Es gebe keinen Grund zu Sorge.

Die Queen hatte in den vergangenen Monaten zwar zahlreiche Ehrenämter an ihre Familie abgegeben, ist aber nach wie vor auf zahlreichen Terminen und wirkt für ihr Alter erstaunlich rüstig.

Prinz Philip, der im Juni 96 Jahre alt wird, hatte am Mittwoch einen Cricketclub besucht und zeigte sich dort bestens gelaunt.

Wie die Dailymail weiter berichtet, seien nicht nur Bedienstete aus Windsor Castle oder Sandringham nach London zitiert worden, sondern auch aus dem entfernten Balmoral in Schottland. Die Umstände würden alle betreffen, hieß es.

Ein Parlamentsmitglied der neuseeländischen Regierung erklärte gegenüber 1News, man habe keine Kenntnis über besondere Vorkommnisse im britischen Königshaus oder ein angebliches Notfall-Treffen. Neuseeland ist Mitglied des Commonwealth. Staatsoberhaupt ist die Queen. (mwo/dpa)

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