Am Montag ist Prinz Friso von Oranien-Nassau verstorben. Bereits wenige Minuten nach Bekanntgabe der Botschaft erfolgten die ersten Beileidsbekundungen. Auch User sozialer Netzwerke drückten ihr Mitgefühl aus.

Nachdem die niederländische Regierung mitgeteilt hatte, dass Prinz Friso gestorben sei, sprachen Prominente und zahlreiche Nutzer sozialer Netzwerke ihr Beileid aus. Auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zeigte sich tief betroffen und bezeichnete die Nachricht als "enorm traurig" und einen "Schock". Rutte sprach neben Frisos Ehefrau und Töchtern vor allem Frisos Mutter, Prinzessin Beatrix, sein Beileid aus: "Auch für Prinzessin Beatrix ist der Verlust unbeschreiblich. Ein Kind, das stirbt, ist der absolut schlimmste Fall, der einem Elternteil passieren kann", schrieb der Ministerpräsident in einer Mitteilung.

Der niederländische DJ und Produzent Armin van Buuren drückte auf Twitter seine Trauer über die Nachricht aus und schrieb, dass seine Gebete und Gedanken nun bei der niederländischen Königsfamilie seien. Die "Game of Thrones"-Darstellerin Carice van Houten schrieb in einem Tweet von "traurigen Nachrichten von Friso".

Rund 40.000 Posts zu diesem Thema kamen nach Bekanntgabe der Nachricht laut Angaben der Webseite "tobsy.com" auf Twitter zusammen. Die User sprachen darin ihre Trauer und ihr Mitgefühl aus oder verbreiteten die Nachricht kommentarlos.

Blumenmeer in Den Haag

Aber nicht nur im Netz ist die Betroffenheit der Menschen spürbar. Vor dem Tor zum Huis ten Bosch, dem Wohnpalast von Prinzessin Beatrix, haben Den Haager Bürger ein Blumenmeer niedergelegt und Kerzen entzündet. Gemeinsam mit den Oraniern trauern die Niederländer. Ihr Mitgefühl gilt vor allem den Hinterbliebenen - Beatrix, Frisos Frau Mabel und den beiden Töchtern. "Ich finde es furchtbar für die Familie, wirklich schrecklich", sagt ein Mann vor dem Palast. "Für ihn bin ich froh. Es ist wohl traurig für die Mutter, für seine Frau und die Kinder. Aber für ihn selbst?", gibt ein weiterer Passant zu bedenken.

Die schreckliche Nachricht erreichte König Willem Alexander und seine Familie in ihrem Feriendomizil in Griechenland. Sie werden nun schnellstmöglich zurück in die Niederlande fliegen. Politiker aller Parteien sprachen der Königsfamilie ihr Beileid aus. Auch Ludwig Muxel, der Bürgermeister von Lech am Arlberg, wo Friso im Februar 2012 den Lawinenunfall hatte, zeigte sich geschockt und tief betroffen.

Der zweitälteste Sohn von Prinzessin Beatrix war bei einem Ski-Ausflug im Februar 2012 von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Erst nach mehreren Stunden konnte er geborgen werden. Seitdem hatte der Prinz aufgrund einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff beim Unfall im Wachkoma gelegen. Am Montag erlag er schließlich den Folgen des Hirnschadens, wie die niederländische Regierung bekannt gab. Wann Prinz Friso beigesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Er wurde 44 Jahre alt. (frei)