König Felipe VI. von Spanien und Letizia: Bilder aus fünf Jahren Amtszeit

König Felipe VI. von Spanien und Königen Letizia haben nach fünf Jahren im royalen Amt eine turbulente Zeit hinter sind. Und wie die Zukunft des spanischen Königshauses wohl aussehen wird, bleibt nach wie vor ungewiss. Ein Rückblick … © spot on news

19. Juni 2014, 11:00 Uhr vormittags: Der neue König von Spanien, Felipe VI., legt auf einer feierlichen Sitzung des spanischen Parlaments in Madrid seinen Amtseid ab. "Ich bin heute hier vor den Parlamentariern, um auf die Verfassung zu schwören und zum König zu werden. Ich möchte vor allem meinen Dank und meinen Respekt vor der Krone ausdrücken", lautet dazu ein Auszug aus seiner Rede.
Ende Juni folgt dann auch schon eine besonders wichtige Amtshandlung: Das frisch gebackene Königspaar erhält von Papst Franziskus eine Privataudienz in Rom. Ihr Gespräch habe sich laut Vatikan um die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat in Spanien sowie um globale Konflikte gedreht.
Majestäten unter sich: Im Juli 2017 sind Königin Letizia und König Felipe auf Staatsbesuch bei Queen Elizabeth II. und Prinz Philip. Thema unter den Royals ist übrigens auch der Brexit. Felipe lässt zudem verlauten, dass er sehr traurig darüber sei, dass Großbritannien die EU verlassen wolle. Allerdings braut sich bei ihm im Lande derweil auch allerhand zusammen ...
Doch zunächst einmal Urlaub. Den brauchen Könige nämlich auch hin und wieder. Hier bummeln die spanischen Royals im August 2017 durch das Städtchen Sóller auf Mallorca. Ihr Ziel ist eine Ausstellung von Picasso. Die Baleareninsel gehört übrigens zu den Lieblingszielen der spanischen Königsfamilie. Auf den Straßen auf dem Festland ist aber mittlerweile richtig was los.
Im Sommer und Herbst 2017 spitzen sich die Proteste bezüglich des Referendums über Kataloniens Unabhängigkeit zu. Hunderttausende Gegner und Befürworter gehen dafür auf die Straße. Gleichzeitig kommt es auch immer wieder zu Forderungen – besonders seitens der jungen Spanier – die Monarchie gänzlich abzuschaffen. König Felipe VI. muss sich also mit einem ziemlich gespaltenen Land auseinandersetzen.
König Felipe IV. wendet sich im Oktober 2017 mit einer Fernsehansprache an das Volk. Darin bekräftigt er, sich für die Einheit Spaniens weiter einzusetzen. Die nach Unabhängigkeit strebenden Katalanen kritisiert er scharf und wirft ihnen vor, durch ihr spalterisches Verhalten die ganze Nation in Gefahr zu bringen.
Am 30. Januar 2018 feiert König Felipe seinen 50. Geburtstag. Das Königspaar nutzt die Gelegenheit, um einige private Bilder aus ihrem Alltag zu veröffentlichen. Letizia und Felipe geben sich dabei bewusst volksnah, wie hier beim Mittagessen mit den Kindern. Von einer normalen Familie auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.
Eigentlich ist König Felipe als Tierfreund bekannt, der sogar noch überzeugter Vegetarier ist. Dass er trotzdem hin und wieder Stierkämpfe besucht, wie hier im Juni 2018 in Madrid, gehört dann wohl zur königlichen Pflicht. Mittlerweile sind in einigen Regionen Spaniens die umstrittenen Kämpfe verboten.
Zum Abschluss ihrer USA-Reise im Juni 2018 besucht das spanische Königspaar US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Berichten zufolge sollen sich die vier prächtig verstanden haben. Vor allem lobte man die guten Handels- und Militärbeziehungen, die zwischen Spanien und den USA bestehen.
König Felipe hält am 6. Dezember 2018 eine Rede zum 40. Jahrestag der spanischen Verfassung im Parlamentsgebäude in Madrid. Gleichzeitig werden erneut die Stimmen im Volk laut, die Monarchie gänzlich abzuschaffen. Und auch privat steht Felipes Verwandtschaft nicht gerade gut da. Sein Schwager Iñaki Urdangarin wurde erst wenige Monate zuvor wegen Steuerbetrugs verurteilt und muss die kommenden fünf Jahre im Gefängnis verbringen.
Wie wird es für das spanische Königshaus wohl weitergehen? Nachdem Ende April 2019 die Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez die Parlamentswahl gewonnen haben, obwohl sie aufgrund der zahlreichen Splitterparteien keine eigene Mehrheit bilden konnten, gilt es jetzt eine neue Regierung zu bilden. Und das wird wohl im Auftrag des Königs Sache von Sanchez sein. Allerdings sind die Linken im Land bekanntlich keine Freunde der Monarchie ...