Von der Partymaus zur Kronprinzessin von Norwegen: Das Leben von Mette-Marit

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit feiert am 19. August 2019 ihren 46. Geburtstag. Das Leben der blonden Norwegerin war von märchenhaften Höhen, aber auch von vielen Tiefen geprägt. Ein Rückblick. © spot on news

Mette-Marit kam am 19. August 1973 in Kristiansand (Norwegen) zur Welt. Als jüngste Tochter eines Journalisten und einer Bankkauffrau hat die Norwegerin einst vermutlich nicht damit gerechnet, eines Tages ein Teil des norwegischen Königshauses zu sein.
Ihre Kindheit hätte kaum bürgerlicher sein können: Mit ihren drei Geschwistern wuchs Mette-Marit in der Stadt Kristiansand auf, spielte leidenschaftlich Volleyball, mischte bei den Pfadfindern mit und sang zudem im Chor. Eine glückliche und behütete Kindheit, bis …
… sich ihre Eltern scheiden ließen. Zu dem Zeitpunkt war die Norwegerin gerade einmal elf Jahre alt. Wie für die meisten Scheidungskinder sicher keine einfach Zeit für Mette-Marit und ihre Geschwister.
Während ihres Studiums an der Universität Oslo ließ es die heutige Kronprinzessin krachen. Zahlreiche Partynächte sowie Alkohol- und Drogen-Exzesse sind aus dieser Zeit überliefert.
1997 wurde Mette-Marit zum ersten Mal Mutter: Am Am 13. Januar brachte sie in Oslo ihren Sohn Marius Borg Høiby zur Welt. Bis heute ist Marius kein offizielles Mitglied der königlichen Familie. Eine Adoption soll für seinen späteren Stiefvater Prinz Haakon nie ein Thema gewesen sein, da er sich nicht zwischen Marius und dessen leiblichen Vater Morten Borg stellen wollte. Die beiden haben aber ein sehr gutes Verhältnis, wie es heißt.
1999 geschah es dann: Mette-Marit begegnete auf dem Quart-Musikfestival in ihrer Heimatstadt Kristiansand zum ersten Mal ihrem Traumprinzen – und zwar dem ganz und gar echten Prinz Haakon von Norwegen. Schnell verliebten sich die beiden ineinander.
Fest entschlossen, seine Traumfrau zur Prinzessin zu machen, stellte Prinz Haakon seine große Liebe im Königshaus vor. Seine Wahl gefiel nicht jedem im norwegischen Volk - schließlich hatte Mette-Marit eine wilde Party-Vergangenheit und einen unehelichen Sohn.
Doch im Gegensatz zum Volk wurde Mette-Marit damals von König Harald (r.) und Königin Sonja (2. v.r.) schnell ins Herz geschlossen. "Ich finde, du bist eine ungewöhnliche Frau. Ungewöhnlich engagiert, ungewöhnlich mutig", sagte König Harald einst zu seiner Schwiegertochter.
Im Dezember 2000 verlobte sich das Paar schließlich. Nur wenige Wochen vor ihrer Hochzeit äußerte sich Mette-Marit erstmals bei einer Pressekonferenz zu ihrer wilden Vergangenheit: "Ich kann leider das Leben nicht noch einmal von vorn anfangen und habe meine Erfahrungen teuer bezahlt. Ich distanziere mich von Drogen." Ihre offene Art kam beim norwegischen Volk gut an.
Am 25. August 2001 kam er dann endlich, der große Tag: Mette-Marit und Prinz Haakon traten an diesem Tag im Osloer Dom vor den Traualtar. "Ich war noch nie so schwach und so stark. Mette-Marit, ich liebe dich", so der Prinz bei der Hochzeit.
Heute sind Kronprinz Haakon und Mette-Marit stolze Eltern zweier Kinder. Im Januar 2004 erblickte Töchterchen Ingrid Alexandra (r.) das Licht der Welt. Sohnemann Sverre Magnus (li.) wurde im Dezember 2005 geboren.
Doch neben ihrer märchenhaften Liebesgeschichte gibt es auch dunkle Seiten im Leben der Norwegerin. So litt Mette-Marit unter starker Flugangst – ein großes Problem für die Kronprinzessin, denn sie muss ihren repräsentativen Pflichten nachkommen - und das auch häufig außerhalb Norwegens.
Am 22. Juli 2011 kam ihr Stiefbruder, der 51 Jahre alte Polizist Trond Berntsen, ums Leben. Er ist eines der 77 Opfer von Anders Breivik, der einen terroristischen Anschlag auf der Insel Utøya verübte. Ein Schock für die ganze Familie.
Im Oktober 2018 wurde in der Öffentlichkeit außerdem bekannt, dass die Kronprinzessin bereits seit Jahren unter einer progressiv verlaufenden chronischen Lungenfibrose leidet, einer unheilbaren Krankheit. Immer häufiger konnte Mette-Marit aufgrund der Erkrankung öffentliche Termine nicht wahrnehmen. Dennoch will sie weiterhin so gut wie möglich arbeiten und an offiziellen Programmen teilnehmen, so die Norwegerin in einem Statement.