Garfield-Erfinder Jim Davis wird 75: Kennen Sie die Gesichter hinter den Comicfiguren?

Er wuchs mit 25 Katzen auf, zeichnete schon in seiner Kindheit und erfand Mitte der 70er Jahre die Comicfigur Garfield: Am 28. Juli feiert Comiczeichner Jim Davis seinen 75. Geburtstag. Zu diesem Anlass zeigen wir die Gesichter hinter den bekanntesten Comicfiguren. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Der Franzose Albert Uderzo kam 1927 mit sechs Fingern an jeder Hand zur Welt. Doch das hielt ihn nicht davon ab, zwei der berühmtesten Comicfiguren zu erschaffen: Asterix und Obelix stammen aus seiner Feder. Er verstarb 2020 im Alter von 92 Jahren.
Der US-Amerikaner Bob Kane erschuf 1939 gemeinsam mit Bill Finger für DC Comics den Superhelden Batman, da war er gerade 24 Jahre alt. Zwar wurde er 1946 als Hauptzeichner der Batman-Comics abgelöst, doch 1989 durfte er bei der Verfilmung von "Batman" nochmal als Berater einspringen.
Tex Avery (re.) verdanken wir Figuren wie Schweinchen Dick, Daffy Duck und Bugs Bunny. Der gebürtige Texaner prägte das Genre der Zeichentrickfilme maßgeblich. Sein Motto lautete: "In einem Cartoon ist alles möglich."
An der Erschaffung Bugy Bunnys wirkte auch Chuck Jones maßgeblich mit. Der Comiczeichner produzierte hunderte Zeichentrickfilme, arbeitete nebenbei auch noch als Drehbuchautor. Für seine Cartoons "Dicke Luft" und "So Much For So Little" gewann er 1950 sogar zwei Oscars.
Der New Yorker Jack Kirby, auch "King" genannt, zählt zu den bedeutendsten Personen in der Geschichte der Comics. 1935 gestaltete er die Figur Popeye mit, zu seinen berühmtesten Figuren gehört Captain America und Marvel-Helden wie Thor, Hulk, Iron Man und die X-Men.
Seinen Namen kennt jedes Kind: Walter "Walt" Disney ist nicht nur eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Comic- und Cartoonwelt, sondern prägte auch die gesamte Filmbranche. Aus seiner Feder stammen Kultfiguren wie Donald Duck, Goofy, Pluto und Micky Maus, die er Ende der 1920er Jahre auf einer Reise von New York nach Los Angeles erfand. Für seine Cartoonfilme erhielt Disney insgesamt 26 Oscars und viele weitere Filmpreise.
Neben Walt Disney selbst ist Carl Barks wohl der bekannteste Zeichner der Disney-Comics. Er erschuf zahlreiche Figuren des Disney-Kosmos, zum Beispiel Dagobert Duck, den er 1947 zeichnete. Auch Gustav Gans, Daniel Düsentrieb und die Panzerknacker wurden von Barks erfunden.
William Hanna und Joseph Barbera sind die Gesichter hinter Tom und Jerry sowie der Familie Feuerstein, Scooby-Doo und vielen weiteren Comis. Die beiden Zeichner, die sich 1937 bei Metro-Goldwyn-Mayer kennenlernten, gründeten 1955 ihr eigenes Zeichentrickstudio und blieben bis ans Ende ihres Lebens befreundet.
Rolf Kauka wird von vielen als der deutsche Walt Disney bezeichnet. Nachdem Anfang der 1950er Jahre die ersten US-amerikanischen Comics den westdeutschen Markt erobert hatten, erkannte er seine Chance. Zusammen mit Dorul van der Heide und Werner Hierl schuf er 1953 die Fuchszwillinge Fix und Foxi, deren Hefte allein in Deutschland eine wöchentliche Auflage von 400.000 Exemplaren hatten.
Hayao Miyazaki ist einer der bekanntesten Anime-Zeichner und Mangaka. Aus seiner Feder stammt zum Beispiel die Zeichentrickfigur Heidi aus dem Jahre 1974, basierend auf der Romanvorlage von Johanna Spyri. Für seinen Film "Chihiros Reise ins Zauberland" wurde ihm 2003 sogar der Oscar verliehen.
Der Tscheche Zdeněk Miler ist der Erschaffer der Figur Der kleine Maulwurf, um welchen er ab 1957 etwa 50 Filme produzierte. Die Filme rund um den Maulwurf sind mittlerweile in über 80 Ländern zu sehen, in der deutschen "Sendung mit der Maus" erscheinen bereits seit 1972 regelmäßige Folgen.
Unter seinem Künstlernamen Morris zeichnete der Belgier Maurice de Bevere ab 1946 die bekannte Cowboy-Figur Lucky Luke. Schon als Kind liebte er das Zeichnen und fertigte zu Schulzeiten oft Karikaturen seiner Lehrer an. Kurz vor seinem Tod 2001 beendete er noch den 76. Lucky-Luke-Band mit dem Titel "Eine Wildwest-Legende".
Wilhelm Busch ist einer der einflussreichsten Zeichner Deutschlands und Pionier des Comics. Im 19. Jahrhundert schuf er Figuren wie Max und Moritz, Fipps, der Affe und Plisch und Plum, die heute noch von Kindern gelesen werden und als Inspiration für viele spätere Comiczeichner dienten.
Charles M. Schulz (mi.) ist der Erfinder der Comicserie "Die Peanuts" und damit der Figuren Charlie Brown und Snoopy. Ab 1943 kämpfte er mit der 20. US-Panzerdivision in Frankreich, Deutschland und Österreich und nahm an der Befreiung Dachaus teil. 1952 veröffentlichte Schulz den ersten Sonntagsstrip der "Peanuts", im Laufe seines Lebens zeichnete er über 17.800 Comicstrips.
Elzie Segar (l.) beschloss mit 18 Jahren, Comiczeichner zu werden. 17 Jahre später erfand er seine berühmteste Figur: den kauzigen Seemann Popeye, der ihm zu kommerziellem Erfolg verhalf. Größen wie Charles M. Schulz und Carl Banks waren große Fans von Segar und bezeichneten ihn als Quelle der Inspiration.
Der Zeichner und Cartoonist Friz Freleng (l.) ist vor allem für seine Arbeit an den Looney Tunes bekannt, wo er Figuren wie Tweety Bird und Speedy Gonzales kreierte. In den 1960er Jahren schuf er dann den rosaroten Panther, der zunächst nur als Figur im Vorspann für einen anderen Film dienen sollte – als die Resonanz des Publikums aber extrem positiv ausfiel, entschlossen Freleng und sein Partner David DePatie (2. v.l.), eigene Filme rund um Paulchen Panther zu produzieren.
Der Belgier Pierre Culliford, besser bekannt unter seinem Pseudonym Peyo, hat 1958 die Schlümpfe geschaffen. Die blauen Figuren machten den Zeichner weltberühmt – ab Anfang der sechziger Jahre beschäftigte Peyo sogar eine ganze Reihe junger Zeichner als Assistenten, weil er dem Arbeitsaufwand allein nicht mehr gewachsen war.
William Steig war schon als Kind vom Zeichnen und von Literatur begeistert. Er begann seine Karriere als Illustrator bei der Zeitschrift "The New Yorker" und produzierte mehr als 2.600 Zeichnungen für das Magazin. Erst später begann er Kinderbücher zu schreiben – 1990 erschuf er die Figur Shrek, die als Grundlage für die späteren Filme diente.
Matt Groening ist das Gesicht hinter den Simpsons, die er 1985 innerhalb von 15 Minuten vor einem Vorstellungsgespräch schuf – er benannte die Figuren nach seinen eigenen Familienmitgliedern. Mit über 600 produzierten Episoden in 30 Jahren wurden die Simpsons zur am längsten laufenden US-Zeichentrickserie überhaupt. Aus seiner Feder stammen außerdem die Serien "Futurama" und "Disenchantment".
Stephen Hillenburg ist der Erfinder der Zeichentrickfigur SpongeBob Schwammkopf. Schon als Kind begeisterte er sich für die Unterwasserwelt, lernte Schnorcheln und studierte später Meeresbiologie. Seinen Master machte er dann allerdings am von Walt Disney gegründeten California Institute of Arts in Zeichentrickfilm. Und so zeichnete er während seiner Arbeit als Meeresbiologe den gelben Schwamm, der 1999 zu einer Serie gemacht wurde. Hillenberg starb 2018 mit nur 57 Jahren an ALS – seine Asche wurde im Meer verstreut.