Heute wäre er 100 Jahre alt geworden: Die coolsten Rollen von Yul Brynner

Er zählt zu den berühmtesten Glatzköpfen Hollywoods. Schauspieler und Oscargewinner Yul Brynner wäre am 11. Juli 100 Jahre alt geworden. Viele seiner Filme gelten heutzutage als echte Klassiker. Das waren seine coolsten Rollen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Seine Biographie könnte selbst verfilmt werden. Yul Brynners hatte ein filmreiches Leben: Er wuchs in Russland, China und Frankreich auf und arbeitete später in den USA. Vom Broadway gelang ihm dann der große Sprung nach Hollywood.
Nachdem er fünf Jahre lang in "Der König und ich" die Titelrolle des Königs von Siam gespielt hatte, wurde das Stück mit ihm verfilmt. 1956 erhielt Brynner dafür den Oscar.
Im selben Jahr spielte Brynner erneut in einem der erfolgreichsten Filme seiner Zeit. In "Anastasia" schlüpfte er in die Rolle des General Bounine an der Seite von Ingrid Bergmann als Anastasia (li.), die für ihre Rolle einen Oscar erhielt.
Zu seinen bekanntesten Filmen zählt zudem "Die zehn Gebote". In dem Monumentalfilm von 1956 spielt er Pharao Ramses II. Neben Brynner sorgten vor allem die in dieser Zeit neuen Filmeffekte für Aufsehen, allen voran die Teilung des Roten Meeres.
Eigentlich sollte er diese Rolle gar nicht spielen, doch als Tyrone Power während der Dreharbeiten starb, wurde "Salomon und die Königin von Saba" erneut gedreht – dieses Mal mit Brynner in der Rolle des Salomon.
"Die glorreichen Sieben" (1960) zählt zu den besten Western-Filmen. Darin spielt Brynner (Mitte) einen der sieben Männer, die ein Dorf gegen Banditen verteidigen. Auch in "Die Rückkehr der glorreichen Sieben" (1966) war Brynner als Chris Adams zu sehen.
Wieder ein Western: In "Treffpunkt für zwei Pistolen" im Jahr 1964 mimte Brynner den aggressiven Auftragsmörder Jules Gaspard d’Estaing. Doch er hat auch eine gefühlvolle Seite, denn er verliebt sich in die schöne Ruth Adams (Janice Rule).
In "Morituri" ist Brynner als Kapitän Müller zu sehen. Im Spionagefilm versucht er als strenger Kapitän seine Ziele durchzusetzen, doch ein Spion, Robert Crain (li., Marlon Brando), kommt ihm in die Queere.
Er spielt auch in Western-Parodien mit: In "Adios, Sabata" aus dem Jahr 1970 nimmt Brynner die Klischees der Gattung aufs Korn. Als Sabata mit weit geöffnetem Hemd und Schlapphut ist er auf der Suche nach dem idealen Goldversteck.
In "Westworld" (1973) verkörpert der Schauspieler einen Androiden, der sich verselbstständigt und in einem Freizeitpark Touristen erschießt. Mit seinem irren Blick überzeugt Brynner in seiner Rolle als sich selbstständig machender Roboter.
Auch in der Fortsetzung "Futureworld – Das Land von Übermorgen" (1976) spielt Brynner mit. Die Handlung: Zwei Jahre nach der Katastrophe im Freizeitpark "Delo", bei der Gäste und Mitarbeiter durch außer Kontrolle geratene Androiden getötet wurden, ist die Einrichtung wieder geöffnet.
Der Oscar-Gewinner erhielt auch einen Stern auf dem Walk of Fame. 1985 starb er im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Nach seinem Tod sorgte ein Video für Aufsehen, in dem er vor dem Rauchen warnt.