Zum 50. Geburtstag: Christopher Nolans beeindruckendes Schaffen

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Christopher Nolan ist mit Filmen wie "Inception", "Interstellar" und seiner "Batman"-Trilogie einer der Star-Regisseure Hollywoods. Am 30. Juli feiert der Filmemacher und Drehbuchautor seinen 50. Geburtstag. Wir blicken zurück auf sein Schaffen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Christopher Nolan führt bei seinen Filmen nicht nur Regie, sondern schreibt oft auch das Drehbuch. Außerdem hilft die ganze Familie: Seine Ehefrau Emma Thomas (Bild) mischt als Produzentin mit und sein Bruder Jonathan Nolan bei den Drehbüchern.
"Following" ist im Jahr 1998 sein Filmdebüt, mit "Memento" feiert der 1970 in London geborene Regisseur im Jahr 2000 seinen Durchbruch. Für den kunstvoll-verworrenen Rückblenden-Krimi mit Guy Pearce in der Hauptrolle (Bild) heimst Nolan Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe ein.
Nolan greift gerne auf dieselben Schauspieler zurück. Allen voran Sir Michael Caine (hier in "Interstellar"), der bislang in sieben von Nolans Filmen zu sehen ist. Weitere wiederkehrende Gesichter sind Cillian Murphy (5 Filme), Christian Bale (4) und Tom Hardy (3).
Nach "Memento" etabliert sich Nolan mit "Insomnia – Schlaflos" (2002) in Hollywood. In dem Streifen mit Starbesetzung - unter anderem Al Pacino (l.), Robin Williams (r.) und Hilary Swank - geht es um einen an Schlaflosigkeit leidenden Polizisten (Pacino), der versucht, in Alaska einen Mord aufzuklären. Nolan verfilmt damit den norwegischen Streifen "Todesschlaf" von 1997 neu.
Drei Jahre später startet Nolans "Batman"-Trilogie. Christian Bale (Bild) verkörpert den Titelhelden erstmals in "Batman Begins" (2005) und ist auch in den Fortsetzungen in der Rolle zu sehen. Der erste Teil des "Batman"-Reboots spielt rund 375 Millionen US-Dollar ein.
Im zweiten Teil "The Dark Knight" (2008) kämpft Batman weiter gegen die Verbrechen in Gotham City und trifft dabei auf den Joker (Bild). Heath Ledger erntet für diese Rolle euphorische Kritiken und wird posthum mit dem Oscar als bester Nebendarsteller geehrt.
Nolans dritter und letzter Batman-Film "The Dark Knight Rises" (2012) spielt acht Jahre nach den Geschehnissen aus "The Dark Knight". Bruce Wayne alias Batman befindet sich im Exil und ist auf der Flucht vor der Polizei. Als jedoch Catwoman (Anne Hathaway) und der mysteriöse Bane (Tom Hardy, l.) auf den Plan treten, muss er zurückkehren.
2006 verfilmt Christopher Nolan in seinem Thriller "Prestige – Die Meister der Magie" den Roman "Das Kabinett des Magiers" (1995) von Christopher Priest. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts und handelt von einem Zauberer-Wettstreit. Der Konkurrenzkampf der Zauberkünstler Robert Angier (Hugh Jackman, r.) und Alfred Borden (Christian Bale, l.) endet schließlich mit einem Todesopfer ...
Zwischen den beiden letzten Batman-Filmen sorgt Christopher Nolan mit "Inception" (2010) für Furore. Der komplexe Film über die Unterscheidung zwischen Realität und Traumwelt dürfte wohl nicht nur bei Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio (l.; mit Cillian Murphy) für Kopfzerbrechen gesorgt haben. Vier Oscars sind der Lohn.
"Dunkirk" (2017) handelt von der Schlacht von Dünkirchen im Zweiten Weltkrieg. Der Historienfilm erzählt von dem verzweifelten Versuch, britische Soldaten (unter anderem Harry Styles (l.)) über den Ärmelkanal zu evakuieren und wird mit drei Oscars ausgezeichnet.
Pünktlich zu seinem 50. Geburtstag am 30. Juli 2020 sollte Christopher Nolans neuer Film "Tenet" in die deutschen Kinos kommen. Der Start wird wegen der Corona-Pandemie jedoch auf den 27. August 2020 verschoben. In dem Spionage-Streifen mit John David Washington (r.) und Robert Pattinson (l.) steht die Welt kurz vor dem Kollaps – nur das mysteriöse Wort "Tenet" und eine Manipulation der Zeit können helfen ..
Bei all den gefeierten Filmen und Auszeichnungen hat es für einen großen persönlichen Preis wie etwa den Regie-Oscar bisher aber nicht gereicht. Über eine besondere Ehre darf er sich aber dennoch freuen: 2019 wird er als Commander des Order of the British Empire ausgezeichnet (Bild).