Er wäre 94 Jahre alt geworden: Die lustigsten Filme mit Leslie Nielsen

Kaum ein Film war vor seiner Parodie sicher – als einer der letzten großen Slapstick-Komödianten klamaukte sich Leslie Nielsen durch die Kino-Landschaft. Am 11. Februar wäre der 2010 verstorbene Schauspieler 94 Jahre alt geworden. Seine lustigsten Filme. © spot on news

Hätten Sie den jungen Leslie Nielsen in "Alarm im Weltall" (1956) erkannt? Der Film hat großen Einfluss auf die Science-Fiction-Szene und prägt weitere Produktionen, insbesondere "Star Trek". Die visuellen Effekte sind für die damalige Zeit sensationell, sodass sich auch George Lucas für seine "Star Wars"-Filme davon inspirieren lässt.
Die 70er waren das Jahrzehnt der Flugzeug-Katastrophenfilme - "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" bot 1980 die passende Parodie dazu. Nielsen spielt darin einen Arzt, der die an Fischvergiftung erkrankte Crew versorgen muss. Während das Chaos überhand nimmt, knallen die Gags – so die Kritiker – wie "frisches Popcorn".
Die Fortsetzung “Die nackte Kanone 2½" (1991) bietet gagmäßig nicht das gleiche originelle Niveau, doch für einige amüsante Anspielungen auf andere Filme, wie beispielsweise "Casablanca" oder "Ghost – Nachricht von Sam" reicht es allemal.
In “Die nackte Kanone 33⅓“ (1994) ist Polizist Frank Drebin mittlerweile mit Jane Spencer (Priscilla Presley, Bild) verheiratet und hat es sich als bügelnder Hausmann gemütlich gemacht. Das tut der Ehe offenbar nicht gut. Zwischen Undercover-Einsätzen und Bösewichten wird eine Paartherapie begonnen, ein gemeinsames Baby sorgt für das Hollywood-Happy-End.
Auch der Horrorfilm "Der Exorzist" muss 1990 mit "Von allen Geistern besessen" dran glauben. Nielsen spielt darin einen Exorzisten im Ruhestand, der allerdings von Satan persönlich erneut herausgefordert wird. Besiegen lässt er sich schließlich mittels einer Rockband, deren Mitglieder sämtlichen Religionen angehören. Ein amüsanter Feldzug gegen TV-Evangelisten mit interessanter Moral.
Bei "Dracula – Tod aber glücklich" (1995) führt Persiflagen-Meister Mel Brooks Regie und Leslie Nielsen überzeugt als Graf Dracula, der von Transsylvanien nach London reist, um dort seinen Blutdurst zu stillen. Auch wenn es hier und da sprichwörtlich an etwas Biss fehlt.
In "Agent 00 – Mit der Lizenz zum Totlachen" (1996) werden die Bond-Filme aufs Korn genommen, samt der üblichen Zutaten: Erzfeinde, Bösewichte, Rachegelüste, eine schöne russische Agentin, geplante Bombenanschläge und nicht zuletzt absurde Gadgets. Alles gewürzt und gut durchgeschüttelt – nicht gerührt – mit schlüpfrigen Gags und pubertären sexuellen Anspielungen.
In "Mr. Magoo" darf Leslie Nielsen 1997 erneut den Trottel geben, allerdings wesentlich familienfreundlicher. Der Disney-Film basiert auf der gleichnamigen Zeichentrickfigur aus dem Jahr 1949: einem exzentrischen, kurzsichtigen und extrem schusseligen Rentner, der immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Für Kinder ein Kichergenuss, für Erwachsene meist zu viel des Guten.
Geigen-Virtuose Ryan Harrison (Nielsen) ist in "Sehr verdächtig" (1998) nach einer leidenschaftlichen Liebesnacht mit Todesfolge für den Betrogenen auf der Flucht, wobei im Laufe des Filmgeschehens wieder jede Menge Blockbuster persifliert werden: darunter "Braveheart", "Mission: Impossible" und eben auch "Titanic", samt berühmter Bug-Szene.
Absurder könnte die Story von "2002 – Durchgeknallt im All" (2000) kaum sein: Präsident Bill Clinton wird durch einen außerirdischen Klon ersetzt. Marshal Richard "Dick" Dix (Nielsen) wird damit beauftragt, zum Mond zu reisen, um während einer dort stattfindenden Opernaufführung den falschen gegen den echten Präsidenten auszutauschen. Dass der Film in den USA gar nicht erst ins Kino durfte, spricht für sich.
Leslie Nielsen als US-Präsident Baxter Harris im mittlerweile dritten Teil der Horror-Parodie-Reihe "Scary Movie" (2003). Durch den Kakao gezogen wird dabei so ziemlich alles, in der deutschen Synchronfassung sogar Dieter Bohlen und "Deutschland sucht den Superstar". Auch Hollywood-Star Harrison Ford (Bild im Bild) trifft es.
Wieder eine Parodie nach dem "Scary Movie"-Konzept, diesmal auf bekannte Superheldenfilme wie "Spider-Man", "X-Men" oder "Batman" : In "Superhero Movie" (2008) ist es eine Libelle, die dem Loser Rick Riker (Drake Bell, Bild) übermenschliche Kräfte verleiht. Nielsen mimt darin bereits 82-jährig dessen – na klar – trotteligen Onkel Albert, der seinen mutierten Neffen im Auftrag des Guten unterstützt.