Die 75. Golden Globes standen ganz im Zeichen der #MeToo- und #TimesUp-Bewegung. Auch Moderator Seth Meyers nutzte die Gelegenheit - und ging in seiner Eröffnungsrede mit schwarzem Humor auf die aktuelle Sexismus-Debatte in Hollywood ein.

"Guten Abend, an alle Frauen und die übrig gebliebenen Männer", begrüßt Seth Meyers (44) das Publikum bei der Golden-Globe-Preisverleihung am 7. Januar in Beverly Hills – eine Anspielung auf die Sexismus-Debatte, die mittlerweile weit über Hollywood und die Filmbranche hinausgeht.

Es ist ein heikles Thema, das der Moderator jedoch nicht ignorieren will.

Mit Humor gegen Sexismus

"Marihuana ist endlich erlaubt und sexuelle Belästigung ist es endlich nicht mehr," beginnt Meyers seine Rede, bei der er kein Blatt vor dem Mund nimmt.

Immer mehr Frauen trauen sich derzeit Männer, die ihre Machtpositionen missbrauchten, öffentlich anzuklagen. Der Comedian bemerkt dazu: "An alle männlichen Nominierten, es wird heute das erste Mal seit Monaten sein, dass ihr keine Angst davor haben müsst, dass euer Name laut vorgelesen wird."

Meyers spricht Weinstein-Skandal an

Eine Anspielung über Harvey Weinstein (65) ging besonders unter die Gürtellinie – der Skandal um den Produzenten gilt als Auslöser der #MeToo- und #TimesUp-Bewegung. "Es ist Zeit, über den Elefanten zu reden, der heute nicht hier im Raum ist: Harvey Weinstein ist nicht anwesend."

Weiter sagt Meyers: "Ich habe Gerüchte gehört, es sei sehr schwer und kompliziert mit ihm zu arbeiten. Er wird wohl der Erste sein, der noch in 20 Jahren bei seiner Gedenkrede zu seinem Tod ausgebuht wird."

Beim Publikum kam der Monolog offensichtlich gut an. Die prominenten Gäste lachten und applaudierten über die pikanten Witze des Comedians.

Meyers beweist damit: Auch mit Humor kann man Schweigen brechen. (uma)



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