Natalie Portman sorgt bei den Golden Globes 2018 für Aufsehen: Mit geschickt gewählten Worten hat sie fast beiläufig die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen im Filmbusiness angeprangert.

Zusammen mit Schauspieler und Regisseur Ron Howard (63) kündigte Natalie Portman (36) die Nominierten in der Kategorie "Beste Regie" bei den Golden Globes am vergangenen Sonntag an – doch diese waren ausschließlich männlich.

Regisseurinnen wie Greta Gerwig ("Lady Bird") oder Patty Jenkins ("Wonder Woman") schafften es trotz ihrer von Kritikern gefeierten Filme nicht in die Auswahl – das wollte die engagierte Schauspielerin nicht stillschweigend hinnehmen.

Frauen sind unterrepräsentiert

"Und hier sind die nur männlichen Nominierten," verkündete Portman die Anwärter auf die begehrte Trophäe.

Worte, die kurz und prägnant zeigen: Frauen sind in Hollywood unterrepräsentiert. Das Publikum reagierte verhalten. Zögernder Applaus. Unsichere Blicke. Die Wortwahl der Oscar-Preisträgerin traf ins Schwarze.

Viel Lärm und dann ...

Von der TimesUp-Bewegung initiierten schwarzen Kleiderwahl bis zu Oprah Winfreys (63) ergreifender Rede, in der sie sich für die Rechte der Frauen einsetzte: Bei den 75. Golden Globes standen starke Frauen im Mittelpunkt. Die deutliche Botschaft: Hollywood hat ein Problem mit Sexismus in einem von Männern dominierten Business.

Der perfekt inszenierte Protest wird in den Medien und allen voran von der Branche selbst zelebriert – zumindest scheinen alle hinter den Forderungen und Ansichten zu stehen. Doch wie Portman deutlich machte, sieht die Realität anders aus: Auf Worte müssen auch Taten folgen. (uma © top.de

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