Margot Robbie feiert 30. Geburtstag: Ihre bisher besten Filme im Überblick

Trotz einer noch jungen Schauspielkarriere hat sich die Australierin bereits so einige kultige Rollen einverleibt. Mit einzigartigem Charme und mimischer Vielfalt sind ihr Hollywood sowie die Zuschauerherzen schon lange verfallen. Ein Rückblick auf die bisherige Karriere von Margot Robbie.

Die wenigsten wissen: Fuß in der Filmbranche fassen kann die damals 18-Jährige in der Soap "Neighbours", in der sie von 2008-2011 die Rolle der Donna Friedman verkörperte. Sie spielt ein nach Zugehörigkeit suchendes Musik-Fangirl, dass im Verlauf der Serie allmählich an Reife, Selbstbewusstsein und Liebenswürdigkeit gewinnt.
Aber erst mit "Alles eine Frage der Zeit" (2013) feiert Margot Robbie ihr Debüt auf der großen Leinwand. Zwar mit einer noch verhältnismäßig kleinen Rolle, überzeugt sie aber an der Seite von Stars wie Rachel McAdams und Bill Nighy.
Der Durchbruch sollte nicht lange auf sich warten lassen. Im Hit von Martin Scorsese, "The Wolf of Wall Street" (2013), spielt sie als Frau von Leonardo DiCaprios Figur eine zentrale Rolle: Mit ihrer Performance der manipulativen Sexgöttin Naomi Lapaglia wird Robbie schnell als große Neuentdeckung gefeiert und heimst einige Preise, darunter den MTV Movie Award, ein.
Nach einem Cameo-Auftritt in "The Big Short" geht Robbie's Karriere weiter steil nach oben: In "Focus" (2015) mimt sie die gewiefte Gangster-Schülerin und spätere Rivalin des Meistergauners Nicky (Will Smith). Der Film ist eine Thrillerkomödie, bei der man nie so recht weiß, wer hier eigentlich wen hinters Licht führt.
"Harry Potter"-Regisseur David Yates spinnt mit "Legend of Tarzan" einen alten Mythos weiter: Unter neuer Identität lebt der Titelheld mittlerweile als Adeliger in England - soll nun aber nach 10 Jahren für eine gefährliche Mission nach Afrika zurück. Seine von Margot Robbie gespielte Frau Jane gerät dabei ins Kreuzfeuer. Eine spannende Neuinterpretation des klassischen Stoffes, bei der sich die bissige Robbie auch neben Superstars wie Samuel L. Jackson und Christoph Waltz nicht zu verstecken braucht.
Noch im selben Jahr findet Robbie in "Suicide Squad" (2016) ihre bisher wohl kultigste Rolle: Als verrückte Joker-Freundin Harley Quinn erhält sie an der Seite von anderen Superschurken den Auftrag, die Welt vor noch größerem Übel zu retten. Heute könnte man sich kaum jemand Passenderen in der Rolle der Hammer und Baseballschläger schwingenden Exzentrikerin vorstellen.
Im Parodie-Biopic "I, Tonya" spielt Robbie zum ersten Mal eine Hauptrolle: Die skurrile Geschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding ist gleichermaßen tragisch wie witzig, doch Robbie vollzieht den emotionalen Spagat mit viel Feingefühl. Eine Performance, welche mit Kritiker-Lob und einer Oscar-Nominierung belohnt wurde.
"Maria Stuart, Königin von Schottland" spult einige Jahrhunderte zurück: Saoirse Ronans titelgebende Figur möchte ihren rechtmäßigen Thron Schottlands von Elizabeth I. (Margot Robbie) zurückerobern. Der Film wird gerne als historisches "House of Cards" gehandelt - Intrigen und Manipulationen sind an der Tagesordnung. Bestärkt wird das spannende Polit-Drama mit einer hochgelobten Performance der beiden Hauptdarstellerinnen.
Robbie kann auch nur mit ihrer Stimme überzeugen: Im Familienfilm "Peter Hase" (2018) spricht sie den computeranimierten Hasen Flopsi, eine der drei Schwestern des titelgebenden Langohrs. Zusammen plündern die Vierbeiner regelmäßig den Garten des grantigen Thomas (Domhnall Gleeson). Doch dessen neue, Hasen liebende, Freundin Bea (Rose Byrne) fordert einen Waffenstillstand - und allmählich werden aus Feinden Freunde.
Sechs Jahre nach "The Wolf of Wall Street" wird Robbie mit Co-Star DiCaprio wiedervereint: In Tarantinos Film "Once Upon a Time in Hollywood" (2019) gibt sie die Schauspielerin Sharon Tate, welche 1969 von der Manson Family ermordet wurde. Ähnlich wie in "Inglourious Basterds" verdreht der Film historische Tatsachen und verknüpft fiktive Figuren mit realen Ereignissen.
Margot Robbies Performance als Harley Quinn in "Suicide Squad" überzeugte Warner Bros, der Figur einen Solofilm zu spendieren: In "Birds of Prey" von Anfang 2020 muss sich die Protagonistin mit dem Mafiaboss Black Mask (Ewan McGregor) herumschlagen. Produziert wurde der Film, wie bereits "I, Tonya", von Robbies eigenem Produktionsstudio "LuckyChap Entertainment".
Mit Harley Quinn ist aber noch lange nicht Schluss. Angekündigt sind bereits drei weitere Projekte der Joker-Freundin im DC Universum: Ein neuer "Suicide Squad"-Film, ein bisher unbetiteltes Joker-Harley-Spin-Off und die Comic-Verfilmung "Gotham City Sirens".
Neben all den "Harley Quinn"-Filmen darf man sich aber auch noch auf weitere Projekte mit Robbie freuen: In "Barbie" (nach der beliebten Spielzeug-Reihe) wird ihre Figur aus Barbieland vertrieben, weil sie nicht perfekt genug sei. Und in "Marian" rächt sie ihren ermordeten Geliebten Robin Hood. Margot Robbie ist also auch weiterhin sehr gut beschäftigt.