Multitalente des Showbusiness: Erfolgreich mit Musik und Schauspiel

Von der Leinwand zur Bühne - und wieder zurück. Diese Stars finden Zeit für gleich zwei erfolgreiche Karrieren im Unterhaltungssektor.

Unter Kino-Fans ist Jack Black vor allem für seine flapsigen Comedy-Rollen aus Filmen wie "Jumanji" (2017) oder "Kung Fu Panda" (2008) bekannt. Auch im ernsteren Epos-Remake "King Kong" (2005) konnte er sich bereits beweisen. Sein Karriere-definierender Film bleibt dennoch "School of Rock" (2003). Dort spielt er einen Musik-Ersatzlehrer, der einer verklemmten Klasse das Rocken beibringt.
Jack Black (r.) ist auch im echten Leben ein Rockstar: Zusammen mit Kyle Gass (l.) gründete er 1994 die komödiantische Band "Tenacious D". Das Duo ist bereits als Vorband von Größen wie "Foo Fighters" und mehrfach auf Festivals wie "Rock am Ring" und "Rock im Park" aufgetreten. Sogar einen eigenen Musical-Film namens "Kings of Rock - Tenacious D" (2006) hat die Band bereits heraus gebracht.
Auch der Tanzbein schwingende "Footloose"-Star Kevin Bacon (r.) ist Teil eines Musiker-Duos. Zusammen mit seinem Bruder und Emmy-Preisträger Michael (l.) erobern sie als "The Bacon Brothers" seit 1995 Bühnen, Radio und Fernsehen. Ihren Stil beschreiben sie als Mischung aus Folk, Rock, Soul und Country.
Johnny Depp ist einer der bestbezahlten Schauspieler Hollywoods. Zu seinen Kultrollen zählt Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik" (2003), "Edward mit den Scherenhänden" (1990) oder auch "Sweeney Todd" (2008). Aktuell ist er in den "Harry Potter"-Prequels "Fantastische Tierwesen" als Bösewicht Gellert Grindelwald zu sehen.
Eine weniger bekannte Tatsache: Vor der Schauspielerei hatte Johnny Depp (m.) es zuerst als Musiker versucht. Seine Band "The Kids" war lokal bekannt und trat sogar als Vorgruppe von "Iggy Pop" auf. Davon leben konnte er aber nicht - und mit seinem ersten Film "The Nightmare on Elm Street" (1984) sollte er schließlich in Hollywood Karriere machen. Drei Jahrzehnte später gründete er zusammen mit den Rockstars Alice Cooper (l.) und "Aerosmith"-Gitarrist Joe Perry (r.) die Supergroup "Hollywood Vampires". Chartplatzierungen und große Festivalauftritte folgten.
Auch "Gladiator"-Ikone Russel Crowe startete in den Achtzigern mit einer eher holprigen Musik-Karriere. Seitdem aber war er Teil verschiedenster Formationen mit zunehmend ausgebuchten Touren. Album "The Crowe/Doyle Songbook Vol III" schaffte es sogar in die kanadischen Album-Charts. Im Musical-Film "Les Misérables" (2013) hörte man seine Gesangsstimme zum ersten Mal auf der großen Leinwand.
Bei Bruce Willis verlief es reibungsloser: Bevor er das Gesicht der "Stirb Langsam"-Reihe wurde, probierte er sich in den Achtzigern an Soulmusik - mit steilem Erfolg. Seine Platte "The Return of Bruno" schoss in die Top 14 der US-Album-Charts. Die Single "Respect Yourself" erreichte sogar Platz 5. Als der Hollywood-Durchbruch kam und damit Rollen in Kassenschlagern wie "Pulp Fiction" (1994), "Das fünfte Element" (1997) oder "The Sixth Sense" (1999) folgten, ließ er die Musik aber schnell hinter sich.
Als "Grauer Wurm" wurde der damals 22-jährige Jacob Anderson in der Fantasyserie "Game of Thrones" weltbekannt. Eine noch größere Leidenschaft hat er nach eigenen Aussagen jedoch in der Musik gefunden. Unter dem Namen "Raleigh Ritchie" veröffentlichte er bisher zwei Alben. Sein Chart-Song "Stronger than ever" wurde für diverse Werbespots und TV-Sendungen verwendet.
Spätestens seit ihrer Rolle der Superheldin "Black Widow" im "Marvel"-Universum ist Scarlett Johansson in aller Munde. Ebenso macht der Action-Star mit Charakter-Darstellungen, wie etwa in "Marriage Story" und "Jojo Rabbit" (2019), auf sich aufmerksam. Beide Filme brachten ihr im selben Jahr Oscar-Nominierungen ein. Doch auch ihre musikalische Seite sorgte für eine Nominierung bei den Academy Awards: Sie sang den Titel "Before My Time" für den Dokumentarfilm "Chasing Ice" (2012) ein. Zuvor brachte die Amerikanerin zwei Alben auf den Markt.
Mit Jeremy Renner versucht es noch ein "Marvel"-Star als Sänger: Zwar hat der "Hawkeye"-Darsteller erst im März 2020 sein Album-Debüt "The Medicine" gefeiert, doch einzelne Songs konnte er schon seit Langem für diverse Filmprojekte beisteuern. Auch das Spielen von Gitarre, Keyboard und Schlagzeug gehört zu Renners musikalischem Repertoire.
Die Filmkritikerin Janet Maslin bezeichnete Jeff Bridges einmal als „der am meisten unterschätzte große Schauspieler seiner Generation“. Kultstatus konnte er später mit der Rolle des "Dude" aus "The Big Lebowski" (1998) nachholen. Und als abgehalfterter Country-Sänger in "Crazy Heart" (2009) gewann er schließlich einen Oscar. Eine Rolle, die er wohl gerade wegen seiner persönlichen Musik-Leidenschaft so authentisch vermitteln konnte. Auch eigene Songs hat Bridges dem Soundtrack beigesteuert. Mit vier Country-Alben ist er kein Neuling auf dem Gebiet.
Auch Hollywood-Ikone Kevin Costner hat eine Schwäche für Country. Der Regisseur von "Der mit dem Wolf tanzt" (1990) spielt seit 2007 Konzerte mit seiner Band "Kevin Costner & Modern West". Ihr Album "Famous for Killing Each Other" (2012) erreichte die Top 14 der entsprechenden Genre-Charts.
"Django Unchained" (2012) und "Baby Driver" (2017) zählen zu seinen größten Erfolgen. Bekannt wurde Jamie Foxx zuvor allerdings mit seiner Oscar-prämierten Performance des Sängers Ray Charles im Biopic "Rey" (2005). Einige der Lieder sang Foxx sogar selbst ein - denn musikalisch ist der Darsteller schon immer: Sein R&B-Album "Unpredictable" (2005) wurde beinahe zwei Millionen mal verkauft. Für den Song "Blame it" gewann er den Grammy. Selbst große Kollaborationen, wie mit dem Rap-Giganten Kanye West, sind keine Seltenheit.
Andere starten zuerst in den Charts statt in Hollywood durch: Megahits wie "Poker Face" und "Bad Romance" sorgen seit zwölf Jahren für eine steile Pop-Karriere von Lady Gaga. Aber seit ihrer Golden Globe-prämierten Rolle in "American Horror Story" wird sie auch als Schauspielerin ernst genommen. Im Film "A Star is Born" (2018) übernahm sie schließlich eine Hauptrolle - und steuerte den Titelsong "Shallow" bei, welcher einen Oscar gewann.
Er verabscheut alte Möbel und Hollywood: Billy Bob Thornton gilt als multitalentierter Exzentriker. Für seinen Film "Sling Blade" (1996) erhielt er den Drehbuch-Oscar und für die Verkörperung eines Auftragskillers in der Serie "Fargo" den Golden Globe. Doch auch mit seiner Rock 'n' Roll-Gruppe "The Boxmasters" kann er seit 2007 Kritiker und Hörerschaft beeindrucken. Die Band tourte bereits durch ganz Amerika und Kanada.
Stand-Up-Comedian und Schauspieler Steve Martin liebt das Banjo. Mit den Verkaufszahlen seiner Alben hat der Amerikaner schon drei mal Platinum-Status erreicht. Außerdem kann er drei Grammys sein Eigen nennen. 2010 schuf er den "Steve Martin Prize", welcher Geldpreise an die besten Künstler des Banjo-Genres "Bluegrass" vergibt.
Nach Nebenrollen in "Fight Club" (1999) und "American Psycho" (2000) konnte sich Jared Leto besonders mit der Darstellung eines Heroinsüchtigen in "Requiem for a Dream" (2000) einen Namen machen. Es folgten Rollen in Blockbustern wie "Suicide Squad" (2016) und "Blade Runner 2049" (2017). An der Seite von Matthew McConaughey mimte er in "Dallas Buyers Club" (2013) die Transsexuelle Rayon - und erhielt den Oscar als bester Nebendarsteller.
Nicht weniger erfolgreich ist Jared Leto (l.) im Musik-Business: Zusammen mit seinem Bruder Shannon (r.) gründete er 1998 die Alternative Rock Band "Thirty Seconds to Mars", welche seitdem über 15 Millionen Platten verkauft hat. Unter anderem wurde das Duo von den MTV Awards zur "Besten internationalen Band" gekürt - und die Single "The Kill" stellte einen Weltrekord auf, als sie sich über 50 Wochen lang in den Modern Rock-Charts halten konnte.
Mark Wahlbergs musikalischer Werdegang startete mit nur 13 Jahren als kurzzeitiges Mitglied der Boygroup "New Kids on the Block". 1991 gelang ihm mit der Rapper-Gruppierung "Marky Mark and the Funky Bunch" dann die Hit-Single "Good Vibrations". Auch nachfolgende Titel sollten die Billboard Charts erobern. Mit dem Film "Renaissance Man" (1994) kam es dann aber zum Hollywood-Übertritt.
Im Filmgeschäft ist Zooey Deschanel vor allem für Komödien mit trockenem Humor bekannt. Acht Jahre lang verkörperte sie die Hauptrolle in der Sitcom "New Girl". Doch schon seit 2006 verfolgt sie eine Zweitkarriere im Musik-Geschäft: Zusammen mit Matthew Stephen Ward bilden sie das Vintage-Pop-Duo "She & Him", welches beim großen Plattenlabel "Columbia Records" unter Vertrag steht. Deschanel hat auch zahlreiche Lieder für Filme eingesungen - darunter "So Long" für "Winnie the Pooh" (2011), was zu einer Grammy Nominierung führte.