Die Dankesreden bei den Oscars werden alljährlich mit Spannung erwartet. Wer bricht in Tränen aus, wer vergisst, sich bei seiner Mutter zu bedanken und wem rutscht ein "Fuck" heraus? Oft sind die Ansprachen aber auch nur monotone Aneinanderreihungen von Danksagungen. Damit soll jetzt Schluss sein.

Wie die für die Oscars verantwortliche Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt gab, ist das Herunterrasseln von Personen, bei denen man sich bedanken will, künftig tabu.

Alle Nominierten müssen im Vorfeld der Oscar-Verleihung eine Liste abgeben, auf der sämtliche Namen vermerkt sein sollen - vom lieben Gott bis zum Meerschweinchen.

Nur 45 Sekunden für die Dankesrede

Wenn der Gewinner dann aufgerufen wird, um seinen Goldjungen in Empfang zu nehmen, laufen die Namen im TV in einer Bauchbinde durchs Bild. Überdies müssen sich die Preisträger bei ihrer Dankesrede an eine zeitliche Obergrenze von 45 Sekunden halten.

"Spotlight" und "The Revenant" gehen als Favoriten ins Rennen.

Beim Oscar-Luncheon für die Nominierten am Montag erklärte der Produzent der Academy Awards, David Hill: "Wir wollen niemanden bloßstellen. Aber es gibt eine lange Liste an Gewinnern, die ihre Regisseure, Ehemänner, Ehefrauen, Kinder und Tiere komplett vergessen haben."

Immerhin sind die Oscar-Preisträger durch diese Regelung gezwungen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Vielleicht werden die Ansprachen dadurch ja sogar spannender. Und auf eines sind wir jetzt schon gespannt: Pfeift vielleicht schon bei der kommenden Preisverleihung ein Gewinner einfach auf die Vorschrift?

Schon bald wissen wir mehr. Die 88. Academy Awards finden am 28. Februar 2016 im Dolby Theatre in Los Angeles statt und werden von Comedian und Schauspieler Chris Rock moderiert.

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