Oscars 2019: Diese deutschen Stars haben schon einen Goldjungen daheim

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"And the Oscar goes to ... Germany!" Caroline Link, Hans Zimmer, Florian Henckel von Donnersmarck und zahlreiche weitere deutsche Filmschaffende und Schauspieler durften sich schon über den Goldjungen aus Hollywood freuen. © spot on news

Mit ihm hat alles begonnen: Der deutsche Schauspieler Emil Jannings nahm an der ersten Oscarverleihung 1929 teil und gewann den ersten Oscar überhaupt. Bislang ist er damit der einzige Deutsche, der als bester Hauptdarsteller geehrt wurde - für seine Rollen in "Der Weg allen Fleisches" (1927) und "Sein letzter Befehl" (1928, Foto).
Regisseur Volker Schlöndorff durfte sich 1980 den ehrenvollen Preis abholen - für den Film "Die Blechtrommel" in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Das erfolgreiche Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman von Günter Grass und erhielt auch die Goldene Palme in Cannes.
1995 durfte er jubeln: Hans Zimmer bekam die Auszeichnung für die beste Filmmusik in Disneys "Der König der Löwen". Damit unterstrich er seinen Status als einer der größten Filmkomponisten aller Zeiten.
Regisseurin Caroline Link konnte 2003 einen Goldjungen in den Händen halten. Sie gewann mit ihrem Film "Nirgendwo in Afrika" (2001) in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Das Werk basiert auf dem autobiografischen Roman von Stefanie Zweig und erzählt von der jüdischen Familie Redlich, die vor dem NS-Regime nach Kenia flüchteten.
Regisseur Jochen Alexander Freydank erhielt 2009 für seinen Film "Spielzeugland" über zwei jüdische Jungen in der NS-Zeit einen Oscar in der Kategorie "Bester Kurzfilm". Der 14-Minüter, der über 30 internationale Preise gewann, wurde 2009 auch in der ARD gezeigt.
1994 wurde er für den besten Kurzfilm geehrt. Der Inhalt des Films "Schwarzfahrer" von Pepe Danquart ist bis heute aktuell: Eine Frau beschimpft in der Straßenbahn einen Jungen wegen seiner Hautfarbe. Er entlarvt die Frau mit einem Trick als Schwarzfahrerin. Nach seinem Oscar-Gewinn drehte Danquart einige Dokumentationen im Sport- und Politikbereich wie "Am Limit" (2007).
2007 wurde "Das Leben der Anderen" von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck von der Jury als "Bester fremdsprachiger Film" gewählt. In dem Film wird die DDR-Geschichte aufgearbeitet ...
Das Drama erzählt von Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe, Foto), der den Schriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) aushorchen soll. Doch Wiesler hegt immer mehr Zweifel an dem "operativen Vorgang". Neben Mühe und Koch gehörten Martina Gedeck und Ulrich Tukur zum Star-Ensemble. Henckel von Donnersmarck darf nun ein zweites Mal hoffen...
Gemeinsam mit seinen Hauptdarstellern Sebastian Koch, Saskia Rosendahl und Tom Schilling hofft der Regisseur, dass auch sein Film "Werk ohne Autor" abräumen kann. Der Film hat 2019 Chancen auf eine Auszeichnung in den Kategorien "Bester fremdsprachiger Film" und "Beste Kamera".
Auch in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" konnte sich ein Deutscher bereits freuen: 2015 ging ein Oscar an Dirk Wilutzky. Sein Film "Citizenfour" (2014) erzählt über den US-amerikanischen Whistleblower Edward Snowden.
Sie konnten sich zusammen freuen: Gerd Nefzer (2.v.r) wurde 2018 mit seinen Kollegen John Nelson, Paul Lambert und Richard R. Hoover für die besten visuellen Effekte in "Blade Runner 2049" ausgezeichnet. Der Film ist die Fortsetzung von "Blade Runner" aus dem Jahr (1982). Harrison Ford spielte in beiden die Rolle des Rick Deckard.
2010 gewann der Deutsch-Österreicher Christoph Waltz. Seinen Oscar durfte er sich als "Bester Nebendarsteller" im Film "Inglorious Basterds" abholen. 2013 legte er sogar nach ...
... und gewann mit "Django Unchained" in der gleichen Kategorie. In "Inglourious Basterds" überzeugte er als sadistischer NS-Standartenführer Hans Landa. 2013 brillierte er dagegen als Kopfgeldjäger Dr. Schultz in Western-Ambiente. Beide Rollen hatte er Regisseur Quentin Tarantino zu verdanken.